100 Euro für die schöne neue Fernsehwelt

- Ich habe eine Dachantenne. Was ändert sich für mich ab 30. Mai?Um die bisherigen Programme weiter zu sehen, brauchen Sie ein DVB-T-Empfangsgerät. Das kostet etwa 100 Euro. Das Gerät wird zwischen Antenne und Fernsehen angeschlossen. Es übersetzt künftig die digitalen Programme für den analogen Fernseher.

Ich nutze Kabel. Bin ich von der Umstellung betroffen?<BR>Wer über Satellit oder Kabel fernsieht, für den ändert sich vorerst nichts.<BR><BR>Kann ich meinen Videorekorder auch nach dem Start von DVB-T nutzen?<BR>Grundsätzlich können Sie Ihren Videorekorder weiterhin verwenden. Wenn Sie allerdings zeitgleich ein Programm schauen und ein anderes aufnehmen wollen, benötigen Sie entweder zwei DVB-T-Empfänger oder einen so genannten Twin-Tuner, in dem zwei Empfänger untergebracht sind.<BR><BR>Welche Programme kann ich künftig sehen?<BR>Das digitale Antennenfernsehen startet mit mehr als 20 Programmen, darunter die öffentlich-rechtlichen Sender ARD, ZDF und BR sowie die wichtigsten Privatprogramme wie RTL, Sat1, Pro7.<BR><BR>Was passiert mit TV-München und ORF?<BR>TV-München ist noch bis 30. Juni analog über Antenne zu empfangen. Auch die österreichischen Programme senden weiter analog. Allerdings ist auch in Österreich mit einer Einführung des Digital-TV zu rechnen. Dafür gibt es aber noch keinen konkreten Termin.<BR><BR>Ich habe eine Dachantenne. Was passiert, wenn ich bis 30. Mai nichts unternehme?<BR>Wenn Sie heute die privaten Programme wie Sat1 und RTL vom Olympiaturm empfangen, können sie bis 31. August die drei öffentlich-rechtlichen Sender ARD, ZDF und BR weiter sehen. Danach brauchen Sie für den Empfang einen DVB-T-Empfänger.<BR><BR>Kann ich meine alte Antenne benutzen?<BR>In der Regel ist die herkömmliche Antennentechnik auch für DVB-T geeignet. Eventuell muss allerdings die Antenne gedreht oder einzelne Komponenten ausgetauscht werden.<BR><BR>Ich wohne in der Nähe von Peißenberg. Was ändert sich für mich?<BR>Vom Sender Peißenberg werden die drei öffentlich-rechtlichen Sender weiter analog ausgestrahlt. Die privaten Programme werden dagegen am 30. Mai abgeschaltet. Wenn Sie weiter alle bisherigen Programme sehen wollen, müssen Sie prüfen, ob Sie im Empfangsgebiet wohnen und dann einen DVB-T-Empfänger kaufen.<BR><BR>Ich wohne in einer Wohnanlage. Wir nutzen einen gemischten Satelliten-/Antennenempfang. Was muss ich tun?<BR>Sofern noch nichts passiert ist, machen Sie den Betreiber der Anlage auf die Umstellung aufmerksam. Er sollte alle Maßnahmen für den weiteren Fernsehempfang treffen. Ein zusätzlicher Empfänger ist in der Regel nicht notwendig.<BR><BR>Mein Vermieter drängt mich, dass ich im Herbst auf Kabel umsteige. Um weiter fernsehen zu können, müsste ich mir jetzt für wenige Monate einen Empfänger kaufen. Was raten Sie mir?<BR>Grundsätzlich darf der Vermieter Sie nicht zu einem Kabelanschluss zwingen, sondern muss die Antenne instandhalten und den Empfang von DVB-T ermöglichen.<BR><BR>Welche Kosten entstehen mir beim Umstieg auf DVB-T? Muss ich mich anmelden?<BR>Beim Umstieg entstehen neben der einmaligen Anschaffung des Empfangsgeräts keine zusätzlichen laufenden Kosten. Eine Anmeldung ist nicht nötig, die Rundfunkgebühren müssen aber weiter bezahlt werden.<BR><BR>Was benötige ich für den Empfang in der Umgebung von Erding?<BR>In der Umgebung von Erding ist der Empfang mit Außenantenne teils auch mit Zimmerantenne möglich. Eine genaue Darstellung finden Sie im Internet unter www.bayern.ueberallfernsehen.de oder unter der Telefonnummer 08105/31 05 05. Das Call-Center ist Montag bis Freitag von 9 bis 21 Uhr zu erreichen. An Fronleichnam und am Wochenende 28. und 29. Mai ist das Center ebenfalls besetzt.<BR><BR>Was passiert mit dem Radio-Empfang?<BR>Beim Radio ändert sich zum 30. Mai nichts. In den nächsten Jahren wird aber auch das Radio umgestellt. Digital Radio gibt es in Bayern bereits.<BR><BR>Was muss ich beim Kauf eines Empfängers beachten?<BR>Die Empfänger unterscheiden sich in der Empfindlichkeit (Wie weit weg vom Sender kann ich mit welcher Antenne empfangen), der Benutzerfreundlichkeit und den weiteren Anschlussmöglichkeiten, jedoch kaum in der Ton- und Bildqualität. Weitere Tipps sowie Testberichte gibt es auf der Internetseite www.bayern.ueberallfernsehen.de.

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