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9-Euro-Ticket-Nachfolge: Brandenburgs Verkehrsminister fordert mehr Geld vom Bund

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Guido Beermann (CDU, Minister für Infrastruktur und Landesplanung) spricht im Brandenburger Landtag
Guido Beermann (CDU) © Martin Müller via www.imago-images.de

Laut dem brandenburgischen Verkehrsminister Guido Beermann (CDU) ist ein Nachfolgeangebot für das 9-Euro-Ticket nur machbar, wenn der Bund mehr Geld für den Nahverkehr bereitstellt.

Bremerhaven/Potsdam - «Die derzeitigen Energiepreissteigerungen reißen ein erhebliches Loch in die Kassen der Verkehrsunternehmen. Ein verbilligtes Ticket wird es weiter vergrößern», sagte Beermann der Deutschen Presse-Agentur anlässlich der Konferenz der Verkehrsministerinnen und -minister von Bund und Ländern in Bremerhaven, die am Donnerstag endet. «Wir brauchen dringend Klarheit darüber, wie die Finanzierung des ÖPNV aussehen soll.»

Bund und Länder ringen um eine Nachfolge für das 9-Euro-Ticket im Nahverkehr. Ein Ticket für 49 Euro im Monat gilt als mögliche Option, Finanzierungsfragen waren aber zunächst offen. Der Brandenburger Verkehrsminister appellierte an den Bund, mehr sogenannte Regionalisierungsmittel für den Schienenverkehr zur Verfügung zu stellen. «Andernfalls rückt nicht nur unser Ziel, die Fahrgastzahlen bis 2030 zu verdoppeln in weite Ferne. Vielmehr werden wir aus Finanzierungsgründen auch das ÖPNV-Angebot zurückfahren müssen.»

Das beliebte 9-Euro-Ticket hatte im Juni, Juli und August für je einen Monat bundesweit Fahrten in Bus und Bahn ermöglicht. Die Bundesregierung strebt im Rahmen des jüngsten Entlastungspakets ein Nachfolgeangebot für 49 bis 69 Euro pro Monat an. Die Länder fordern nach Angaben aus Brandenburg vom Bund zusätzlich 1,65 Milliarden Euro, um den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) «finanziell wetterfest» zu machen. (dpa)

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