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9-Euro-Ticket: Viele wurden vergessen - Meint der Fahrgastverband Pro Bahn

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Das 9-Euro-Ticket symbolisiert dargestellt mit einem 5-Euro-Schein und zwei 2-Euro-Münzen in der Hand vor einem Ticketautomaten
Das 9-Euro-Ticket steht weiterhin in der Kritik (Symbolbild) © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON

Viele Pendler profitieren laut Fahrgastverband Pro Bahn nicht vom geplanten 9-Euro-Ticket für Busse und Bahnen.

Berlin - «Es gibt ein paar Personengruppen, die vergessen wurden», sagte der Ehrenvorsitzende Karl-Peter Naumann der Deutschen Presse-Agentur. Darunter seien Beschäftigte, die täglich mit dem ICE zur Arbeit fahren, etwa von Berlin nach Wolfsburg, von Köln nach Montabaur oder von Kiel nach Hamburg. Die größte vergessene Gruppe seien Wochenendpendler, zum Beispiel Studenten. «Es gibt eine große Gerechtigkeitslücke», sagte Naumann. So hielten in Dörfern zu selten Busse, so dass der Umstieg vom Auto vielfach nicht möglich sei.

Mit dem 9-Euro-Ticket will die Bundesregierung Pendler wegen der hohen Energiepreise entlasten. Für mehr Klimaschutz solle das Schnupperangebot sie außerdem möglichst dazu bringen, dauerhaft auf Busse und Bahnen umzusteigen. Die Sondertickets sollen im Juni, Juli und August bundesweit Fahrten im Nah- und Regionalverkehr ermöglichen - für je 9 Euro im Monat. In Fernverkehrszügen gilt das Aktionsticket nicht. Bundestag und Bundesrat sollen das Finanzierungsgesetz in dieser Woche beschließen.

Nach Naumanns Angaben sind viele Pendlerzüge im Berufsverkehr schon jetzt sehr voll. Der Umstieg lohne sich vor allem für Beschäftigte, die gegen den Strom unterwegs seien. Stark profitieren dürften aus Sicht des Fahrgastverbands Tagesausflügler. Sie müssen sich teils jedoch auf sehr volle Züge einstellen, sagte Naumann. «Es gibt nicht viele Möglichkeiten, zusätzliche Züge zu bestellen.» (dpa)

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