Eurofighter schafft US-Anschluss

- Manching - Seit Jahren sind Europas Kampfpiloten neidisch auf ihre US-Kollegen. Während die US Air Force mit modernsten Jets durch die Lüfte braust, sitzen die Bundeswehrpiloten in alternden Maschinen: Phantoms, Tornados und von der DDR geerbte Mig 29. Mit Hilfe des Eurofighter soll nun wenigstens in der Luft der lang verpasste Anschluss an die militärisch überlegenen USA gelingen. Mehr als ein Vierteljahrhundert hat die Entwicklung des Eurofighter von den ersten Planungen an gedauert. Für vier Jahrzehnte soll der umstrittene Jet nun den europäischen Luftraum beherrschen.

<P>Unter feierlicher Begleitmusik vom Band setzten Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) und Vertreter Großbritanniens, Spaniens und Italiens beim Rüstungs- und Raumfahrtkonzerns EADS ihre Unterschriften unter die so genannte Typenzulassung - die offizielle Betriebserlaubnis für das neue Kampfflugzeug. Die Zeremonie fiel weniger pompös aus als geplant - die ursprünglich ebenfalls angesagten Verteidigungsminister Italiens, Spaniens und Großbritanniens ließen sich entschuldigen.</P><P>Die Feier setzte den vorläufigen Schlusspunkt unter eine fast unendliche Geschichte: Die ersten Planungen gehen auf das Jahr 1975 zurück. Strucks Parteifreund Hans Apel versuchte damals, als Verteidigungsminister den ursprünglich "taktisches Kampfflugzeug der 90er Jahre" (TKF90) genannten Jet zu stoppen.</P><P>Unter allen Wetter- und Einsatzbedingungen soll der knapp 16 Meter lange Eurofighter Ziele zu Wasser, zu Lande und in der Luft, in allen Höhen und in jeder geographischen Zone überwachen und gegebenenfalls zerstören können. Der Jet erreicht zweifache Schallgeschwindigkeit und hat 2500 Kilometer Reichweite. Für die Bundeswehr sei der Eurofighter "unabdingbar", sagte Struck _ und kein Prestigeprojekt. Der Eurofighter diene unmittelbar dem Ziel, die Fähigkeit zu gemeinsamem Handeln mit den Partnern zu verbessern. Nicht zuletzt soll der Eurofighter als Luftpolizei die Deutschen vor möglichen Terroranschlägen schützen.<BR></P><P> </P>

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