Euro-Höhenflug freut die US-Wirtschaft

- New York - Der schwache Dollar ist den amerikanischen Unternehmen nach langem Höhenflug des Greenback höchst willkommen. Er verbilligt ihre Exporte und verteuert die US-Lieferungen der ausländischen Konkurrenten. Dagegen ist der Dollar-Kursverfall für die durch die schwache europäische Binnenkonjunktur schwer belasteten deutschen und europäischen Unternehmen ein zusätzlicher herber Schlag.

<P>Deutsche Autohersteller verkaufen jährlich in den USA fast eine Million Autos. Ihre Gewinne der letzten Jahre waren durch die hohen Erträge im US-Markt und die schlechte Wettbewerbsposition der US-Konkurrenten im Weltmarkt gestützt worden. "Das ist genau was der Doktor für die schwache amerikanische Wirtschaft verschrieben hat", schrieb die "New York Times" im Hinblick auf den fallenden Dollar. "Wenn er noch etwas mehr fällt ist es umso besser". Ein weiterer Abschlag von 5 bis 10 % ist nach Ansicht einiger US-Devisenexperten denkbar. Für Daimler-Chrysler, VW, Audi, BMW und Porsche bedeutet der schwache Dollar dagegen nichts Gutes. Bosch und viele andere mittelständische deutsche Autozulieferer sind ebenfalls in den USA sehr aktiv. Auch Chemiekonzerne sowie Siemens, Bertelsmann, SAP und viele andere deutsche Firmen jeder Größe sind im US-Markt stark vertreten.</P><P>Die Hauptgründe für den schwachen Dollar sind ein gewaltiges Leistungsbilanzdefizit von rund 500 Milliarden Dollar, die niedrigen amerikanischen Zinsen und die bisher relativ erfolglosen Bemühungen zur Ankurbelung der Konjunktur.</P>

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