Eurohypo: Hauen und Stechen um Büromieter

- München - Auf dem Büromarkt zeigt sich eine weit geöffnete Schere: Die Leerstände befinden sich auf einem Rekordhoch, die Vermietungen sind im Keller. Von den 17,1 Millionen Quadratmetern Büroflächen im Großraum München sind heuer 1,5 Millionen Quadratmeter nicht vermietet. Das hat zur Folge, dass um potente Mieter gebuhlt wird. "Um die wenigen guten Nutzer gibt es ein Hauen und Stechen", sagte Eurohypo-Vorstand Joachim Plesser. Als Anreiz würden schon mal drei bis sechs Monate mietfreie Zeiten oder Sonderwünsche eingeräumt.

<P>Dennoch sei auf dem Münchner Immobilienmarkt bei den Büroleerständen die Talsohle erreicht und für nächstes Jahr zeichne sich eine Belebung des Marktes ab, schätzt Rupert Hackl, Leiter der Eurohypo-Niederlassung München, optimistisch. Die Eurohypo AG, Eschborn, ist nach eigenen Angaben die führende Spezialbank für Immobilien und Staatsfinanzierung in Europa. </P><P>"München ist die attraktivste Großstadt Deutschlands", sagte Hackl. Spätestens wenn die Konjunktur anspringe, dürften die Münchner die Nase vorn haben. Die Bank ist an der Finanzierung zahlreicher Renommierprojekte in München beteiligt, zum Beispiel an der neuen Fußball-Arena oder dem Umbau des Alten Hofes. "Der Markt franst an den Rändern aus", sagte Hackl. Während es draußen in Dornach oder Riem äußerst schwierig sei, Gewerbeimmobilien zu vermieten, gebe es in der Innenstadt - auch in den neu errichteten Türmen _ nicht annähernd diese Probleme. "In Dornach kostet der Quadratmeter 15 Euro. Für ein paar Euro mehr bekommt man eine gute Lage im Zentrum", erklärt Hackl die Schwierigkeiten am Stadtrand. Realistischerweise würden sich die Türme aber erst in zwei, drei Jahren füllen. </P><P>"Geld ist im Überfluss da. Im Wohnungsbau läuft Hochpreisiges hervorragend", sagte Plesser. Die Appartements im Alten Hof kosten 5500 bis 9000 Euro pro Quadratmeter, ohne dass man sich Sorge machen müsste, dass sie weggingen. In der Maria-Theresia-Straße am Isarhochufer hinter dem Maximilianeum würden in der Spitze sogar 12 000 Euro verlangt. </P><P>Anders sieht es im "normalen" Wohnungsbau aus. Die Zahl der fertig gestellten Wohnungen in München ist 2003 im Vergleich zum Vorjahr um weitere 12 Prozent auf 3133 gesunken. Das ist laut Eurohypo der niedrigste Wert seit 1945. Die rückläufige Bautätigkeit sorge für konstant hohe Nachfrage. Dadurch verharren Preise und Mieten auf nahezu unverändert hohem Niveau.</P>

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