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Der Eurokurs hat ist auf den tiefsten Stand seit fast zwölf Jahren gefallen. Foto: Jens Buettner

Eurokurs setzt Talfahrt fort

Frankfurt/Main (dpa) - Der Eurokurs hat seine Talfahrt fortgesetzt und ist auf den tiefsten Stand seit fast zwölf Jahren gefallen. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am späten Nachmittag mit 1,0697 US-Dollar gehandelt.

Der Euro notierte damit erstmals seit April 2003 unter der Marke von 1,07 Dollar. Am Mittag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,0738 (Montag: 1,0860) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9313 (0,9208) Euro.

Neben dem am Montag begonnenen Anleihekaufprogramm der EZB rückt immer mehr die für diesen Sommer erwartete erste Leitzinsanhebung in den USA in den Blick der Märkte. Der Devisenmarkt scheine gerade immer mehr die erste Zinserhöhung "einzupreisen", kommentierte Lutz Karpowitz, Devisenexperte bei der Commerzbank. Neben dem Euro standen auch fast alle anderen wichtigen Währungen zum Dollar unter Druck. "Immerhin ist die Fed eine der ganz wenigen Notenbanken in der Welt, die nicht am globalen Abwertungswettlauf teilnimmt", so Karpowitz. Die Vorsitzende des geldpolitischen Ausschusses der US-Notenbank, Janet Yellen, hatte sich bisher wenig besorgt gezeigt über den Höhenflug des Dollar.

"Fortschreiben sollte man den aktuellen Rückgang des Euro jedoch nicht", so Karpowitz. Vor allem das Tempo könne nicht dauerhaft sein. Allerdings setzte sich an den Staatsanleihemärkten der Eurozone die Talfahrt der Zinsen dank des EZB-Kaufprogramms fort. Dies zumindest spricht für einen anhaltenden Druck auf den Eurokurs.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,7128 (0,7186) britische Pfund, 130,29 (131,31) japanische Yen und 1,0703 (1,0691) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 1162,00 (1168,50) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 34 090,00 (34 070,00) Euro. 

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