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Ein Blick auf das Bankenzentrum in der Innenstadt von Frankfurt. Die Geldinstitute sollen in die Pflicht genommen werden, um eine neue Bankenkrise zu verhindern.

Europa will neue Bankenkrise verhindern

Berlin - Nicht schon wieder eine Bankenkrise: Europa will das Schlimmste verhindern und nimmt seine Geldinstitute in die Pflicht. Sie sollen ihr Eigenkapital stärken. Doch die Kassen schreien entsetzt auf.

Nach Ansicht von Sparkassen-Präsident Heinrich Haasis sei es ausgeschlossen, dass die Banken ihr Eigenkapital innerhalb weniger Monate auf neun Prozent aufstocken. 

Er betonte, durch das Basel-III-Abkommen sei bis 2018 eine Quote von sieben Prozent vorgesehen. Eine höhere Aufstockung in deutlich kürzerer Zeit sei nicht zu machen. Auch eine Staatsbeteiligung zur Erhöhung der Quote lehnte er ab. Das sei “Unsinn“ und wäre für die Steuerzahler nicht günstiger, sagte er.

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso hatte angesichts der Euro- und Bankenkrise stärkere Schutzwälle der Institute gefordert. In Medienberichten hieß es, die Banken sollten ihre sogenannte harte Kernkapitalquote binnen neun Monaten auf neun Prozent anheben - notfalls auch mit Staatshilfen.

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Auch Bundesbankpräsident Jens Weidmann will die Banken in die Pflicht nehmen und notfalls zu einer besseren Krisenvorsorge zwingen. “Letztlich muss man auch bereit sein, Druck auszuüben“, sagte Weidmann laut Bild.de. Banken sollten aus eigener Kraft ihr Eigenkapital stärken. Im Notfall sei es aber wichtig, Banken stützen zu können. “Hier sind die einzelnen Staaten gefordert. Wenn nötig können sie sich hierfür Mittel beim Rettungsschirm EFSF leihen“, sagte er.

Doch die Banken wollen es dieses Mal ohne staatliche Hilfe schaffen. “Die Deutsche Bank wird alles tun, dass sie auch diesmal kein Staatsgeld braucht“, sagte Vorstandschef Josef Ackermann am Donnerstag bei einem Kongress in Berlin. Dies könne auch heißen, dafür Einschnitte im Geschäft hinzunehmen.

dpa/dapd

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