Aufwind in Europa: Wirtschaftsklima besser

München - Die Talsohle hat das europäische Wirtschaftsklima ist zwar überschritten, richtig postiv ist die Stimmung in Europa noch nicht. Experten rechnen mit einer Inflation.

Das europäische Wirtschaftsklima ist so gut wie seit 2007 nicht mehr. Das ergab die am Mittwoch veröffentlichte Expertenbefragung des Münchner ifo-Instituts.

Zum vierten Mal in Folge stieg demnach der Wirtschaftsklimaindikator für den Euroraum. “Die neuesten Ergebnisse deuten darauf hin, dass sich die konjunkturelle Erholung, die bereits Mitte letzten Jahres eingesetzt hatte, im ersten Halbjahr 2010 fortsetzen wird“, erklärte ifo-Chef Hans-Werner Sinn.

Der Index für das Wirtschaftsklima stieg seit dem vierten Quartal 2009 um 10,3 auf 101,3 Punkte. Vor einem Jahr lag er mit 55,8 Punkten noch weit niedriger. Vor allem die aktuelle Lage schätzen die Experten besser ein. Zwar werde sie mit 72,7 Punkten noch immer als ungünstig eingeschätzt, allerdings als weit weniger schlimm als noch im vierten Quartal 2009, als die Experten nur 53,1 Punkte vergaben. Die Erwartungen liegen höher, stiegen aber langsamer an: von 113,1 auf 118,0 Punkte.

Besonders positiv entwickelte sich das Wirtschaftklima in Deutschland, Italien, Österreich, Belgien und den Niederlanden, wie Sinn erklärte. In Frankreich, Portugal, Slowenien, Griechenland und Zypern habe es sich dagegen verschlechtert. In Griechenland und Zypern erwarte die Experten sogar eine weitere Verschlechterung der Lage in den kommenden sechs Monaten.

Steigende Inflation erwartet

Für 2010 rechnen die Experten mit einer Steigerung der Inflation auf 1,3 Prozent nach 0,7 Prozent im vergangenen Jahr. Dies liege allerdings noch immer deutlich unter der Zielmarke der Europäischen Zentralbank, erklärte Sinn. Dennoch erwarten die Experten, dass die Zinsen in den kommenden sechs Monaten steigen. Für die Erhebung befragte das ifo-Institut in Zusammenarbeit mit der Internationalen Handelskammer in Paris 286 Experten aus multinationalen Unternehmen und international agierenden Institutionen.

dapd

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