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Viele Volkswirte rechnen damit, dass die EZB den Zins noch für einige Zeit bei diesem niedrigen Satz belassen dürfte.

EZB tastet Leitzins nicht an

Frankfurt/Main - Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Leitzins für die 17 Länder der Eurozone nicht verändert. Günstige Kredite könnten in Deutschland zu einer Immobilien-Blase führen.

Der Zins, zu dem sich Geschäftsbanken bei der EZB Geld leihen, bleibe weiterhin auf seinem Rekordtief von 1,00 Prozent, teilten die Währungshüter nach der monatlichen Ratssitzung am Mittwoch in Frankfurt am Main mit.

Die Entscheidung war von den meisten Beobachtern erwartet worden. Viele Volkswirte rechnen damit, dass die EZB den Zins noch für einige Zeit bei diesem niedrigen Satz belassen dürfte. Damit wird der außerhalb Deutschlands schwächelnden Konjunktur und den Staatshaushalten der Euro-Schuldenländern geholfen, weil die Zinsen für Kredite niedrig bleiben.

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In Deutschland könnte der niedrigen Zins dagegen Schaden anrichten, weil die Arbeitslosigkeit niedrig ist und manche Banken auf hohen Einlagen ihrer Kunden sitzen. Auf mittlere Sicht könne das zu einer Immobilien-Blase führen, weil Privatleute massenhaft zu Investitionen in Eigenheime angespornt werden, sagte der Chefvolkswirt der DekaBank, Ulrich Kater. “Ich rechne mit ziemlicher Sicherheit mit Übertreibungen am deutschen Wohnungsmarkt“, sagte Kater der Nachrichtenagentur dapd.

EZB-Präsident Mario Draghi wird die Zinsentscheidung am Nachmittag in einer Pressekonferenz kommentieren. Draghi dürfte sich aus Sicht von Beobachtern zum ersten Mal vorsichtig zum Ausstieg aus der Politik des billigen Geldes äußern.

dapd

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