Europäische Zentralbank hält Leitzins konstant

- Frankfurt/Main - Die Leitzinsen im Euro-Raum bleiben vorerst unverändert. Die Europäische Zentralbank (EZB) lässt den wichtigsten Zins zur Versorgung der Kreditwirtschaft mit Zentralbankgeld bei 3,5 Prozent, teilte die EZB nach ihrer ersten Ratssitzung in diesem Jahr in Frankfurt mit.

EZB-Präsident Jean- Claude Trichet hatte bereits beim Treffen der Notenbanker im Dezember angedeutet, dass wegen des wirtschaftlichen Aufschwungs weitere Zinserhöhungen notwendig seien. Auf einen Zeitpunkt wollte er sich aber nicht festlegen. Seit Dezember 2005 ist der Zins sechs Mal von 2,0 auf 3,5 Prozent gestiegen.

Trichet wird am Nachmittag auf einer Pressekonferenz Fragen zur Zinspolitik beantworten. Mit konkreten Hinweisen ist wegen der unsicheren Konjunkturentwicklung derzeit nicht zu rechnen. Unklar ist aus Sicht der Notenbanker, wie stark 2007 die Mehrwertsteuererhöhung die Wirtschaft in Deutschland bremsen wird und wie sehr sich die Weltwirtschaft abschwächt. Die Mehrheit der Ökonomen erwartet in diesem Jahr noch mindestens eine Zinsanhebung, und zwar voraussichtlich im Februar oder März. Zum Euro-Raum gehört seit 1. Januar auch Slowenien als 13. Mitgliedsland.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Handel mit HTC-Aktien für "wichtige Ankündigung" ausgesetzt
Taipei (dpa) - Der Handel mit Aktien des Elektronik-Konzerns HTC wird inmitten von Spekulationen über einen Verkauf des Smartphone-Geschäfts an Google ausgesetzt.
Handel mit HTC-Aktien für "wichtige Ankündigung" ausgesetzt
US-Notenbank lässt Leitzins unverändert
Die US-Notenbank will den Märkten weiter Kapital entziehen. Nach zwei Zinsanhebungen sollen im Oktober erste kleine Teile des riesigen Anleihenberges verkauft werden, …
US-Notenbank lässt Leitzins unverändert
Kaum Bewegung am Aktienmarkt vor Aussagen der US-Notenbank
Frankfurt/Main (dpa) - Vor dem Leitzinsentscheid der US-Notenbank Fed sind die Anleger am deutschen Aktienmarkt in Deckung geblieben.
Kaum Bewegung am Aktienmarkt vor Aussagen der US-Notenbank
Milliardendeal: Eon-Tochter steht vor Verkauf
Eon kommt beim Verkauf der restlichen Anteile an der Kraftwerkstochter Uniper voran. Die Gespräche sind weit fortgeschritten. Der Interessent kommt aus Finnland.
Milliardendeal: Eon-Tochter steht vor Verkauf

Kommentare