Die Ever Given ist mit viermonatiger Verspätung in den Rotterdamer Hafen eingelaufen.
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Die Ever Given ist mit viermonatiger Verspätung in den Rotterdamer Hafen eingelaufen.

Mit vier Monaten Verspätung

Containerschiff Ever Given läuft endlich im Hafen ein - Playstation 5 an Bord?

Die mehrtägige Blockade des Suez-Kanals durch die Ever Given verursachte weltweit Milliardenschäden. Jetzt ist der Container-Riese endlich im Zielhafen eingelaufen.

Rotterdam - Mehr als vier Monate nach der Blockade des Suez-Kanals ist das riesige Containerschiff Ever Given am Donnerstag (29. Juli) in den Hafen von Rotterdam eingelaufen. „Ein besonderer Moment“, sagte der Chef des Containerhafens, Hans Nagtegaal, der Nachrichtenagentur AFP. „Endlich können wir mit dem Entladen anfangen.“

Das Containerschiff werde noch bis Montag in Rotterdam bleiben, sagte Nagtegaal. Dann fahre sie nach Felixstowe in Großbritannien, anschließend ins Trockendock im französischen Dünkirchen. Mit Spannung wird dabei erwartet, ob sich die Gerüchte und Spekulationen um eine riesige Ladung von Playstation 5 Konsolen an Bord bewahrheiten. Bisher ist die aktuelle Spiele-Konsole nahezu überall vergriffen, Fans zahlen teilweise enorme Aufschläge, um sich eine Playstation 5 auf den Zweitmärkten zu sichern. Mit Löschung der Ladung der Ever Given im Rotterdamer Hafen könnte sich die Lage deutlich beruhigen.

Ever Given: Milliardenschäden durch Kanal-Blockade

Am 23. März war das riesige Schiff in einen Sandsturm geraten und auf Grund gelaufen. Das 400 Meter lange Containerschiff steckte danach quer in der Wasserstraße fest, in beide Richtungen stauten sich mehr als 400 weitere Schiffe. Sechs Tage später wurde die Ever Given freigeschleppt. Die Schäden durch die Kanal-Sperrung für die Weltwirtschaft beliefen sich Schätzungen zufolge auf mehr als neun Milliarden Dollar pro Tag.

Anfang Juli wurde eine Einigung mit dem japanischen Schiffseigentümer Shoei Kisen Kaisha erzielt, am 7. Juli konnte das Schiff die Anker lichten. Details der Einigung über die Entschädigung wurden nicht bekanntgegeben. Ägypten hatte zuletzt 550 Millionen Dollar (464 Millionen Euro) gefordert. (AFP)

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