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Rupert Stadler.

Nach über vier Monaten Gefängnis

Ex-Audi-Chef Stadler kommt aus Haft frei - unter einer Bedingung

Der ehemalige Chef des Autobauers Audi, Rupert Stadler, kommt aus der Untersuchungshaft frei. Das Oberlandesgericht München erklärte am Dienstag, es habe den Haftbefehl gegen Stadler außer Vollzug gesetzt.

München - Allerdings verhängte es Auflagen: Stadler muss eine Kaution hinterlegen und darf zu "für das Ermittlungsverfahren relevanten Personen" keinen Kontakt aufnehmen.

Wie das OLG weiter mitteilte, besteht gegen Stadler weiterhin ein dringender Tatverdacht. Zudem gehe das Gericht weiter davon aus, dass "Verdunkelungsgefahr" bestehe.

Ex-Audi-Chef Rupert Stadler kommt aus Untersuchungshaft frei - unter einer Bedingung

Die Staatsanwaltschaft München II hatte Stadler Mitte Juni in Untersuchungshaft genommen. Er soll versucht haben, in den Ermittlungen wegen des Dieselskandals bei Audi Zeugen oder Beschuldigte zu beeinflussen. Stadler hatte Haftbeschwerde eingelegt, die in erster Instanz abgelehnt wurde.

Bei der VW-Tochter Audi soll es nach Erkenntnissen der Ermittler Manipulationen an der Abgas-Software von Dieselautos gegeben haben. Von dort gingen auch Dieselmotoren an weitere VW-Marken wie Porsche. Der im September 2015 bekanntgewordene Abgas-Skandal hatte Volkswagen schwer erschüttert und die Dieselkrise mit ausgelöst.

Rupert Stadler sieht sich als Opfer

Zuletzt erhob Ex-Audi-Chef Rupert Stadler einem Medienbericht zufolge Vorwürfe gegen die Justiz. Aus einer Haftbeschwerde gehe hervor, dass Stadler mitnichten die Ermittlungen habe behindern wollen, schrieb die "Süddeutsche Zeitung" (Montagsausgabe). Diese Anschuldigung der Staatsanwaltschaft München II, die auf einem abgehörten Telefonat beruhe, sei im Haftbefehl des Amtsgerichtes München "diffus" dargestellt.

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Auch interessant: Volkswagen verdoppelt Gewinn trotz WLTP-Chaos im dritten Quartal

Trotz der Probleme mit dem neuen Abgastest WLTP hat Volkswagen seinen Gewinn im dritten Quartal im mehr als verdoppelt. Der Konzern verdiente von Juli bis September 2,8 Milliarden Euro, wie der Autobauer am Dienstag mitteilte. Im Vorjahreszeitraum standen wegen Problemen beim Rückruf von manipulierten Dieselautos in den USA nur 1,1 Milliarden Euro unter dem Strich. Der Umsatz im dritten Quartal stieg leicht auf 55,2 Milliarden Euro.

Im September waren die Fahrzeugauslieferungen des Konzerns in Europa massiv zurückgegangen. Grund dafür war, dass Volkswagen viele seiner Modelle nicht rechtzeitig auf den neuen Abgastest WLTP zulassen konnte, der seit vergangenem Monat für alle Neuwagen in der EU gilt. In den ersten neun Monaten aber legte der weltweite Fahrzeugabsatz von VW deutlich um vier Prozent auf 8,1 Millionen zu.

Bei derVW-Tochter Audi ging der Absatz deutlich zurück. Vor allem die Zahl der ausgelieferten Autos sank und verursachte den Absatzrückgang.

dpa, afp

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