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Nach mehreren ungeschickten Äußerungen während der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko und seinem anschließenden Rücktritt hat der frühere BP-Chef Tony Hayward sich wieder zu Wort gemeldet.

Ex-BP-Chef: Ölpest trieb Konzern fast in den Ruin

London - Nach mehreren ungeschickten Äußerungen während der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko und seinem anschließenden Rücktritt hat der frühere BP-Chef Tony Hayward sich wieder zu Wort gemeldet.

Die Ölpest habe BP unvorbereitet getroffen und den Konzern beinahe in den Ruin getrieben, sagte Hayward in einem Interview mit dem britischen Fernsehsender BBC. Während der Katastrophe habe man sich kein frisches Geld am Kapitalmarkt leihen können, weder kurz- noch langfristig. Zudem seien die Notfallmaßnahmen unangemessen gewesen, man habe jeden Tag aufs Neue improvisiert, gestand er ein. Mit so viel Aufmerksamkeit der Medien habe man nicht gerechnet, er sei ziemlich ärgerlich über die Angriffe gegen seine Person gewesen.

Bohrinsel explodiert: Ölkatastrophe im Golf von Mexiko

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Hayward stand in der Kritik, nachdem er auf dem Höhepunkt der Krise unter anderem gesagt hatte, er wolle sein Leben zurück. Zudem nahm er an einer Yacht-Regatta teil, eine Entscheidung, die er verteidigte: Er habe seinen Sohn für drei Monate nicht gesehen und sei nur sechs Stunden an Bord gewesen. Die BBC veröffentlichte Teile des Interviews, das am (heutigen) Dienstag ausgestrahlt werden sollte, vorab. Die BP-Ölplattform “Deepwater Horizon“ war am 20. April im Golf von Mexiko explodiert. Elf Arbeiter kamen dabei ums Leben. Aus dem Bohrloch flossen anschließend über Wochen mehr als 780 Millionen Liter Öl ins Meer. Erst Mitte Juli konnte die Quelle provisorisch verschlossen werden. Bis zur endgültigen Versiegelung vergingen nochmals mehrere Wochen.

dapd

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