Der Hauptangeklagte im Prozess um den Infinus-Skandal sitzt vor der Urteilsverkündung im Gerichtssaal im Landgericht hinter einem Aktenkoffer.
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Ex-Manager von Infinus haben am Bundesgerichtshof Revision eingelegt

Strafverfahren gegen Infinus

Ex-Manager von Infinus haben am Bundesgerichtshof Revision eingelegt

Der Fall Infinus, eines der größten Wirtschaftsstrafverfahren Deutschlands, geht in die nächste Instanz.

Leipzig/Dresden - Der Bundesgerichtshof verhandelt über die Revisionen der sechs Angeklagten am 11. Oktober, wie ein Gerichtssprecher am Montag mitteilte. Wegen der großen Anzahl an Beteiligten findet das Verfahren im Großen Sitzungssaal des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig statt (Az.: 5 StR 443/19).

Das Landgericht Dresden hatte die fünf Ex-Manager der früheren Infinus-Gruppe im Juli 2018 wegen gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs sowie des Kapitalanlagebetrugs schuldig gesprochen, einen Ex-Prokuristen wegen Beihilfe. Das Gericht verurteilte die Männer zu Freiheitsstrafen zwischen vier Jahren und sechs Monaten und acht Jahren. Die Richter hatten es als erwiesen angesehen, dass die Angeklagten ein «Schneeballsystem» betrieben und Anleger bewusst getäuscht hatten und bezifferten den Nettoschaden auf rund 155 Millionen Euro.

Alle sechs Angeklagten hatten Revision eingelegt. Die Entscheidung des BGH wird nach derzeitigem Stand am 29. Oktober verkündet. (dpa/sn)

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