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Kann sich nur noch in Deutschland frei bewegen: Dem ehemaligen VW-Chef Martin Winterkorn droht eine lange Haftstrafe.

Martin Winterkorn

FBI jagt den Milliardär weltweit: Ex-VW-Chef droht Verhaftung außerhalb Deutschlands

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Das FBI jagt Martin Winterkorn - es geht um Vorwürfe des Betrugs und der Verschwörung. Dem ehemaligen VW-Chef droht beim Verlassen der Bundesrepublik die Verhaftung.

Update vom 15. April: Eilmeldung! Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat gegen Martin Winterkorn Anklage wegen schweren Betruges erhoben.

München - Es wird eng für den ehemaligen VW-Chef Martin Winterkorn. Das FBI jagt den 70-Jährigen! Nach der Anklage der US-Behörden wegen Betrugs und Verschwörung im Diesel-Skandal hat das zuständige Gericht in De­troit einen Haftbefehl gegen den ehemaligen Topmanager erlassen. Für die US-Justiz ist Winterkorn „auf der Flucht“ - ihm drohen bis zu 25 Jahre Haft!

Jetzt fragt sich alle Welt: Wo ist Winterkorn? Seinen letzten öffentlichen Auftritt hatte der Wahl-Münchner, der mit seiner Frau Anita in der ehemaligen Porsche-Villa in Bogenhausen wohnt, am vergangenen Wochenende. Da saß er beim Spiel des FC Bayern gegen Eintracht Frankfurt auf der Ehrentribüne der Allianz Arena. Winterkorn ist nach wie vor Aufsichtsrat des FC Bayern. Normalerweise ist er auch bei Auswärtsspielen in der Champions League dabei. Am Dienstag in Madrid fehlte er aber - und auch die nächsten Auslandsauftritte der Bayern dürfte er wohl verpassen. Denn die US-Justiz lauert überall. Schon bei einem Trip nach Tirol müsste er befürchten, festgenommen und in die USA ausgeliefert zu werden. Immerhin: In Deutschland kann er sich frei bewegen: Kein Deutscher darf an das Ausland ausgeliefert werden.

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Vorwürfe reichen zwölf Jahre zurück

Die Amerikaner werfen Winterkorn Verschwörung und Betrug vor. Er soll schon 2006 - zusammen mit fünf anderen Managern - beschlossen haben, die USA über die Einhaltung der Luftreinhaltegesetze mit einer Schummelsoftware zu täuschen. Aber inzwischen sind nicht nur die Amerikaner hinter dem Ex-VW-Boss her. Auch in Deutschland ermitteln mehrere Staatsanwaltschaften wegen des Diesel-Skandals.

Und: Der VW-Konzern prüft, ob er seinen einstigen Vorstandschef für den durch den Skandal entstandenen Schaden (über 25 Milliarden Euro) haftbar machen kann. In diesem Fall wäre Winterkorn, dessen Vermögen laut Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung auf eine Milliarde Euro geschätzt wird, wohl ruiniert. Zudem wäre auch noch seine VW-Betriebsrente futsch: Immerhin 3100 Euro - am Tag, macht zwölf Millionen/Jahr! 

Aber wie sagte Winterkorn einmal dem Stern: „Um glücklich zu sein, braucht man eine intakte Familie, ein Haus und einen Garten.“ Das kann er in Bogenhausen genießen - unter Umständen lebenslänglich, wenn ihn das FBI weiter jagt. Aus der Villa, die er 2009 für geschätzte 15 Millionen Euro von VW-Großaktionär Wolfgang Porsche übernahm, kann ihn wohl keiner mehr vertreiben. Sie wurde inzwischen an eine Immobilienfirma übertragen, Auf diese Weise, heißt es, könne zumindest das Vermögen seiner Frau vor Ansprüchen geschützt werden.

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WdP

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