Ex-VW-Mann Bernhard übernimmt aktive Rolle bei Chrysler

Autoindustrie: - Hamburg - Der ehemalige VW-Markenchef Wolfgang Bernhard soll bei der Sanierung von Chrysler nach der Trennung von Daimler einem Pressebericht zufolge eine aktivere Rolle spielen als bislang bekannt. Bernhard habe in der Konzernzentrale in Auburn Hills bei Detroit kürzlich ein eigenes Büro bezogen, berichtet die "Financial Times Deutschland" (Freitag).

Der neue Chrysler-Eigner, der US-Finanzinvestor Cerberus, spiele Bernhards Rolle aber herunter. "Tom LaSorda wird die Gesellschaft auch weiterhin führen. Wolfgang Bernhard hilft Cerberus, seine Investments in der Autoindustrie zu managen, Chrysler eingeschlossen", zitiert das Blatt einen Cerberus-Sprecher.

Bernhard werde nicht in die Führung des drittgrößten US-Autobauers eintreten. Der Finanzinvestor hatte Mitte Mai von DaimlerChrysler den Zuschlag für die Mehrheit an der zum Verkauf stehenden angeschlagenen US-Tochter erhalten.

Bernhard war nach seinem Ausscheiden als VW-Vorstand im Januar von Cerberus angeheuert worden. Vor seiner Zeit in Wolfsburg war Bernhard bereits für DaimlerChrysler bei deren US-Tochter als Vizechef tätig. Aus dieser Zeit kenne er nicht nur Chrysler im Detail sondern auch dessen heutigen Chef Tom LaSorda, der Bernhard erst kürzlich als "engen Freund" bezeichnet habe, schreibt das Blatt weiter.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Abgasaffäre: Zwangsrückruf für Audi-Dieselmodelle
Audi muss nun auch Modelle mit V6-TDI-Motoren umrüsten. Das Kraftfahrt-Bundesamt hat verpflichtende Rückrufe dieser Fahrzeuge angeordnet. Es geht einmal mehr um …
Abgasaffäre: Zwangsrückruf für Audi-Dieselmodelle
Verdi macht Front gegen Aufspaltung von T-Systems
Berlin (dpa) - Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat die geplante Aufteilung der Telekom-Sparte T-Systems in zwei Gesellschaften kritisiert.
Verdi macht Front gegen Aufspaltung von T-Systems
Aldi bricht ab Montag ein großes Rabatt-Tabu
Die Kunden wird es freuen, die Konkurrenz ins Schwitzen bringen: Aldi bricht ab Montag ein großes Rabatt-Tabu und startet eine noch nie dagewesene Aktion.
Aldi bricht ab Montag ein großes Rabatt-Tabu
Reisebranche macht Druck: Urlaubssteuer muss weg
Veranstalter-Reisen könnten teurer werden, warnt die Tourismusbranche. Die Politik müsse endlich Klarheit bei der umstrittenen Urlaubssteuer schaffen.
Reisebranche macht Druck: Urlaubssteuer muss weg

Kommentare