Ex-Chef der Münchner Handwerkskammer: Firma ist insolvent

- München - Er galt viele Jahre als einer der profiliertesten Vertreter des deutschen Handwerks: Heribert Späth war von 1979 bis 1994 Präsident der Handwerkskammer für München und Oberbayern, des bayerischen Handwerkstages, sowie seit 1988 bis 1996 auch des Zentralverband des Deutschen Handwerks. Nun ist sein Unternehmen zahlungsunfähig. Die Baufirma Späth Liebergesell musste Insolvenz anmelden. Das berichtet die Boulevardzeitung tz. Das Unternehmen in der Schleißheimer Straße in München beschäftigt noch rund 70 Mitarbeiter.

<P>Späth Liebergesell entstand 1991 aus der Fusion der bereits 1897 gegründeten Hochbau Liebergesell mit der aus einem Stuckateur Unternehmen hervorgegangenen Späth-Bau. Seit 1997 war Heribert Späth alleiniger Inhaber des Bauunternehmens, das im Jahr 2000 noch 17,5 Millionen Euro umsetzte und 100 Mitarbeiter beschäftigte. <BR><BR>Nun wurde das Unternehmen in den Strudel der bundesweiten Baukrise gezogen. Noch vor wenigen Wochen soll der langjährige Geschäftsführer Späth die Situation heruntergespielt haben: "Einen Späth wirft nichts um", sagte er demnach gegenüber Mitarbeitern. Kurz nach dem Jahreswechsel, ging es doch nicht mehr weiter. Das Unternehmen meldete Insolvenz an. Derzeit ist noch nicht klar, ob es im Rahmen des Insolvenzverfahrens - etwa durch eine Übernahme des operativen Geschäfts - gerettet werden kann oder ob als einziger Ausweg die Schließung bleibt. <BR><BR>Das Amtsgericht hat die in Insolvenzfällen erfahrene Rechtsanwältin Barbara Beutler als Insolvenzverwalterin bestellt. Diese will nach eigenen Angaben zunächst eine Bestandsaufnahme vornehmen.</P>

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