Ex-Chef von MLP wegen Bilanzfälschung angeklagt

- Mannheim - Wegen Verdachts auf Bilanzfälschung hat die Staatsanwaltschaft Mannheim Anklage gegen den früheren MLP-Vorstandschef Bernhard Termühlen erhoben. Neben Termühlen wurde auch der frühere kaufmännische Leiter des Finanzdienstleisters sowie ein Vorstand der MLP Lebensversicherung wegen des Verdachts der unrichtigen Darstellung der wirtschaftlichen Verhältnisse von Kapitalgesellschaften beziehungsweise der Beihilfe zu diesen Delikten angeklagt, wie Sprecherin Christina Arnold mitteilte. Über die Höhe des möglichen Schadens wurden keine Angaben gemacht. MLP wies die Vorwürfe zurück.

Den Angeklagten werde zur Last gelegt, die Jahresabschlüsse der MLP AG, der MLP Lebensversicherung AG und der MLP Finanzdienstleistungen AG für das Geschäftsjahr 2001 bewusst unrichtig aufgestellt zu haben, um die Ertragslage und das Wachstum der Unternehmen in günstigerem Licht erscheinen zu lassen. Erlöse aus verkauften Forderungen und Rückversicherungsprovisionen seien als Gewinne ausgewiesen worden, während ihnen gegenüberstehende Rückzahlungsverpflichtungen nicht in die Bilanz aufgenommen worden seien. Ob diese so genannten Factoring-Geschäfte, die etwa bei Versicherungen nicht unüblich sind, tatsächlich gegen das Gesetz verstoßen, ist allerdings umstritten.<BR><BR>Zudem soll die Hauptversammlung im Mai 2002, die über eine Kapitalerhöhung entscheiden sollte, unzutreffend unterrichtet worden sein.

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