Ex-Minister Müller soll auf die Bahn aufpassen

- Berlin - Der frühere Bundeswirtschaftsminister Werner Müller soll neuer Aufsichtsratschef der Deutschen Bahn werden. Dies bestätigte das Kontrollgremium des bundeseigenen Verkehrskonzerns. Nach seinem Ausstieg aus der Politik ist Müller heute wieder in der Wirtschaft tätig. Seit Juni 2003 ist er Vorstandsvorsitzender des Energiekonzerns RAG.

Bei der Bahn soll der 59-Jährige die Nachfolge von Michael Frenzel antreten. Der Chef des Reisekonzerns Tui hatte nach einem Streit um den Verkauf einer Tui-Tochter an die Bahn-Konkurrenz auf eine neue Kandidatur verzichtet. Müller gehört dem Aufsichtsrat auf Vorschlag der Bundesregierung bereits als einfaches Mitglied an.

Von 1998 bis 2002 saß er als parteiloser Wirtschaftsminister im Kabinett von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD). "Es wäre besser gewesen, den Ausgang der Bundestagswahl abzuwarten", sagte der CDU-Verkehrsexperte Dirk Fischer. "Das ist eine reine SPD-Wunschbesetzung." Die Bahn gehört zu 100 Prozent dem Bund und soll aber möglichst rasch teilweise privatisiert werden. Bei dem Konzern werden die Chefposten in Vorstand und Aufsichtsrat aus dem Kanzleramt bestimmt.

Bei einem Umsatz von 24 Milliarden Euro machte die Bahn im vergangenen Jahr 253 Millionen Euro operativen Gewinn. Damit kam der Konzern erstmals seit Beginn der Sanierung vor zehn Jahren ohne Staatszuschüsse für Altlasten ins Plus.

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