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Die Arbeitsmarktzahlen in Bayern entwickeln sich positiv.

Jobmarkt im Freistaat boomt

Experte erwartet „goldenen“ Herbst auf dem Arbeitsmarkt

Der Jobmarkt im Freistaat entwickelt sich weiter gut - für den Jahresschnitt erwartet die zuständige Ministerin noch bessere Zahlen als im Vorjahr. Und auch der Ausblick sei „positiv“.

Nürnberg - Die Arbeitslosenzahl in Bayern ist im September im Zuge des Herbstaufschwungs voraussichtlich leicht gesunken. Arbeitsministerin Emilia Müller rechnet in diesem Monat mit einer Quote von 3,2 Prozent - das wäre nach ihren Worten der niedrigste Septemberwert seit 20 Jahren. Im Vergleich zum Vorjahr wäre es eine Verbesserung um 0,2 Punkte. Auch für das gesamte Jahr erwartet sie eine deutliche Verbesserung verglichen mit 2016: Die CSU-Politikerin rechnet mit 230.000 Arbeitslosen im Jahresschnitt. Das wären rund 20.000 weniger als im vergangenen Jahr.

„In allen Bereichen waren wir besser als im Vorjahr, daher fällt die Prognose sehr positiv aus“, sagte ein Experte im Arbeitsministerium. Er nannte beispielsweise die sinkende Zahl der Langzeitarbeitslosen und die steigende Beschäftigung.

Auch für das nächste Jahr seien derzeit „alle Zeichen positiv“. Die gute Konjunktur werde durch die Binnennachfrage getragen. Die von der GfK gemessene Verbraucherstimmung sei zuletzt so gut gewesen wie seit 16 Jahren nicht mehr. Die Konjunkturerwartungen stünden daher „weiter auf Wachstum“.

Mangel an Fachkräften

Im September war in den vergangenen drei Jahren die Zahl der Jobsucher im Schnitt um rund 4200 gesunken - ein ähnliches Minus erwartet der Experte in diesem Jahr. „Das Ausbildungsjahr beginnt, die absolute Zahl der Arbeitslosen wird daher zurückgehen“, sagte er. „Der Arbeitsmarkt zeigt sich golden.“ Im Oktober verringere sich die Erwerbslosenzahl dann üblicherweise noch einmal deutlich stärker.

Je besser sich der Arbeitsmarkt entwickle, desto stärker würden Fachkräfte gesucht. Da es in bestimmten Branchen bereits einen Mangel an qualifizierten Mitarbeitern gebe, gelte es, alle Arbeitskräfte zu aktivieren - Ältere, Langzeitarbeitslose, Flüchtlinge und andere Migranten. „Das ist weiter die Zukunftsaufgabe“, sagte der Experte.

Die Zahl arbeitsloser Flüchtlinge werde sich demnächst stärker in der Statistik bemerkbar machen, weil immer mehr von ihnen die Integrationskurse beenden und sich dann zunächst erwerbslos melden. „Wir setzen hier auf eine stabile Ausbildung, auf Maßnahmen, die Flüchtlinge nachhaltig in den Arbeitsmarkt integrieren“, sagte er.

Die offiziellen Zahlen will die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Freitag (29. September) bekanntgeben. Im August waren im Freistaat 234.000 Männer und Frauen ohne Arbeit. Die Arbeitslosenquote lag bei 3,2 Prozent.

dpa

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