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Experten warnen vor Verlustrisiko bei jetzt zugelassenen Hedgefonds

- Starke Nerven und viel Wissen sind bei Anlegern gefragt, die in Hedgefonds investieren wollen. Seit Jahresbeginn dürfen die Produkte auch in Deutschland vertrieben werden, in wenigen Wochen sollen die Ersten von ihnen auf den Markt kommen.

<P>Hedgefonds bieten die Chance auf hohe Renditen - nicht weniger hoch ist allerdings auch das Verlustrisiko. Derzeit werden bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) noch die Musterverträge erarbeitet. "Wir gehen davon aus, dass Ende März die ersten Hedgefonds erhältlich sein werden", sagt Bafin-Sprecherin Sabine Lautenschläger. Dann können Anleger zwischen diversen Dach-Hedgefonds wählen, bei denen das Geld zur Risikominimierung auf mehrere Einzelfonds verteilt wird. Nur sie dürfen in Deutschland aktiv vertrieben werden. Einzelfonds werden hingegen nur auf Nachfrage präsentiert.<BR><BR>Hedgefonds sollen Anleger vor allem in Zeiten schwacher Märkte vor Verlusten bewahren. Zugleich versuchen die Fondsmanager, von vermeintlichen Fehlbewertungen und Ineffizienzen des Finanzmarktes zu profitieren. Hedgefonds eignen sich nach Expertenansicht aber nur für erfahrene Anleger. "Wer nur gelegentlich Aktien kauft, sollte die Finger davon lassen", rät Jürgen Kurz von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW). Zudem sei die Beratungspflicht für diese Produkte nicht ausreichend. "Anleger werden nur ungenügend über die vielfältigen Risiken aufgeklärt", kritisiert Kurz. Hinzu komme die Intransparenz einiger Dachfonds, bei denen man über den Umgang mit dem angelegten Geld im Unklaren gelassen werde. <BR><BR>Auch bei Dachfonds Risiko des Totalverlustes</P><P>Schließlich bestehe auch bei Dachfonds das Risiko eines Totalverlustes. Zwar gebe es auch relativ sichere Produkte, hier falle die Rendite jedoch entsprechend gering aus. Ein weiteres Problem stellt die Beratung dar. "Die Produkte sind hoch kompliziert, die Anlageberater bei den Banken dürften damit überfordert sein", sagt Stephan Kühnlenz vom Magazin "Finanztest". Bei den hauseigenen Produkten werde man sich auf defensiv ausgerichtete Hedgefonds beschränken. Dach-Hedgefonds sind nicht zuletzt auch eine kostspielige Angelegenheit. So werden Ausgabeaufschläge bis zu sechs Prozent berechnet, hinzu kommen Verwaltungsgebühren bis 2,5 Prozent und eine renditeabhängige Leistungsvergütung bis zu zehn Prozent.<BR><BR>Weltweit sind laut dem Online-Dienst "Börse-Go" derzeit 750 Milliarden Dollar in Hedgefonds investiert. Die Durchschnittsrendite aller Hedgefonds habe 2003 bei 15,44 % gelegen.<BR><BR></P>

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