+
Containerriese steuert Hamburger Hafen an (Symbolbild)

Export-Boom nach China und Brasilien

Wiesbaden - Die deutschen Exporteure machen derzeit vor allem außerhalb der EU bessere Geschäfte. Die Ausfuhren stiegen im ersten Halbjahr um 26,2 Prozent gegenüber dem schwachen Vorjahr auf 178,5 Milliarden Euro.

Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte, erzielten besonders hohe Zuwächse die Lieferungen nach Brasilien (plus 61,3 Prozent auf 5,0 Milliarden Euro), nach China (plus 55,5% auf 25,2 Milliarden Euro) und in die Türkei (plus 38,8% auf 7,3 Milliarden Euro).

Die Ausfuhren nach Japan stiegen um 24,3% auf 6,3 Milliarden Euro. Auch nach Russland (plus 18,3 Prozent auf 11,4 Milliarden Euro) und in die Schweiz (plus 17,2 Prozent auf 20,0 Milliarden Euro) brummt der Export. Die Ausfuhren in die USA nahmen um 14,1 Prozent auf 30,8 Milliarden Euro zu. Insgesamt stiegen die deutschen Ausfuhren um 17,1 Prozent auf 458,3 Milliarden Euro.

Die Versendungen in die EU-Mitgliedsländer erhöhten sich nur um 12,0 Prozent auf 279,8 Milliarden Euro. In der Eurozone beträgt das Plus sogar nur 10,9 Prozent auf 191,3 Milliarden Euro. Vor allem Portugal (plus 26,5 Prozent) und Schweden (plus 25,1 Prozent) nahmen mehr ab, während die Lieferungen nach Griechenland (minus 12,7 Prozent) und Dänemark (minus 1,7 Prozent) schrumpften. Bei den Importen avancierte China mit einem Anstieg seiner Lieferungen um 35,6 Prozent auf 34,6 Milliarden Euro zum größten Lieferland Deutschlands vor den Niederlanden.

Wobei die “niederländischen“ Einfuhren auch die Lieferungen aus aller Welt über Rotterdam umfassen und daher verzerrt hoch sind. Auch Russland konnte mit einem Zuwachs von 38,3 Prozent auf 15,4 Milliarden Euro deutlich mehr Waren absetzen. In der EU steigerten sich die Bezüge vor allem aus Schweden (plus 23,3 Prozent auf 6,3 Milliarden Euro), Polen (plus 22,3 Prozent auf 13,5 Milliarden Euro) und aus den Niederlanden (plus 16,5 Prozent auf 33,2 Milliarden Euro). Die Einfuhren stiegen insgesamt um 15,0 Prozent und beliefen sich auf 383,6 Milliarden Euro.

dpad

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Dax legt nach zögerlichem Start etwas zu
Frankfurt/Main (dpa) - Der deutsche Aktienmarkt hat nach einem verhaltenen Wochenstart zuletzt wieder etwas Fahrt aufgenommen.
Dax legt nach zögerlichem Start etwas zu
Ölpreise gesunken
Frankfurt/Singapur (dpa) - Die Ölpreise sind weiter gesunken. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September kostete zuletzt 74,89 US-Dollar …
Ölpreise gesunken
Dickes Lob für Aldi: Von dieser Neuigkeit sind die Kunden begeistert
Der Discounter Aldi ergreift eine Maßnahme die Kunden schon lange fordern - dementsprechend begeistert zeigen sie sich in den sozialen Netzwerken. 
Dickes Lob für Aldi: Von dieser Neuigkeit sind die Kunden begeistert
Abschied für immer: Aldi Süd schmeißt einen Klassiker raus
Die Filialen von Aldi Süd sollen zukünftig moderner aussehen, da wird auch vor Klassikern nicht halt gemacht. Ein Kunden-Liebling fliegt deshalb raus.
Abschied für immer: Aldi Süd schmeißt einen Klassiker raus

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.