Export bricht alle Rekorde

- Berlin - Die deutschen Exporte haben 2004 trotz des teuren Euro und hoher Ölpreise die Rekordmarke des Vorjahres übertroffen. Beflügelt vom weltwirtschaftlichen Aufschwung legten die Ausfuhren nach Schätzung des Statistischen Bundesamts um 10,0 Prozent zu. Deutschland ist "Exportweltmeister" - und dennoch äußern Ökonomen angesichts der einseitigen Handelsbilanz auch Kritik.

Insgesamt wurden Waren im Wert von 731,0 Milliarden Euro exportiert und für 575,4 Milliarden Euro importiert. Zwar kletterten damit auch die Einfuhren um 7,7 Prozent nach oben. Doch der Ausfuhrüberschuss erreichte mit 155,6 Milliarden Euro nach 2002 einen neuen Höchststand. Dabei profitierte der deutsche Außenhandel erneut von der robusten Weltkonjunktur. "Die Wachstumsrate von 4,5 Prozent war die höchste seit drei Jahrzehnten", erläuterte Eberhardt Unger vom Analysehaus Fairesearch.

Der viel beschworene negative Einfluss des Euro-Höhenflugs wirkte sich im Verhältnis dazu nur gering aus. "Der globale Aufschwung hat alle bremsenden Faktoren, einschließlich des hohen Rohölpreises, hinweggefegt", sagte Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Deka-Bank.

 

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