+
Mit dem stärksten Monatsplus seit 18 Jahren von 10,7 Prozent kletterte der Wert der Ausfuhren auf 85,6 Milliarden Euro.

Export: Stärkstes Plus seit 18 Jahren

Wiesbaden - Die deutschen Exporte haben im März wieder an das Vorkrisenniveau angeknüpft. Mit dem stärksten Monatsplus seit 18 Jahren von 10,7 Prozent kletterte der Wert der Ausfuhren auf 85,6 Milliarden Euro.

Das teilte das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden berichtete. Das war der höchste Betrag seit Oktober 2008, als Waren im Wert von 88,7 Milliarden Euro das Land verließen. Danach brachen die Einfuhren in der Folge der Finanz-Krise ein. Im März des Krisenjahrs 2009 waren es nur noch 69,4 Milliarden Euro gewesen nach 82,8 Milliarden Euro im März 2008. Nach wie vor sind die EU-Länder wichtigster Handelspartner der deutschen Wirtschaft. Allerdings blieben die Steigerungen in der Eurozone hinter denen der übrigen EU-Länder und denen des übrigen Auslands deutlich zurück. So stiegen die Exporte in Drittländer im März um satte 34,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

In die Euro- Länder gingen Ausfuhren im Wert von 35,2 Milliarden Euro - das waren 15,1 Prozent mehr als im März 2009. Auch die Einfuhren lagen mit einem bereinigten Monatsplus von 11,0 Prozent auf 68,4 Milliarden Euro deutlich über den Erwartungen der Volkswirte. Der Handelsbilanz-Überschuss stieg für den März auf 17,2 Milliarden Euro. Vor einem Jahr hatte der Saldo 11,6 Milliarden Euro betragen. Die Leistungsbilanz, in die auch noch Dienstleistungen, Vermögenseinkommen und andere Beträge eingerechnet werden, betrug im März plus 18 Milliarden Euro nach 12,3 Milliarden Euro ein Jahr zuvor.

Andere EU-Staaten wie Frankreich hatten die Exportstärke der deutschen Wirtschaft als Grund für wirtschaftliche Ungleichgewichte innerhalb der Eurozone kritisiert. Die Volkswirte der Commerzbank rechneten nach den überraschend guten Zahlen mit einer weiteren Erholung im Außenhandel. Auch wenn im April eine Gegenbewegung möglich sei, dürften die Exporte in den kommenden Monaten das Wachstum anschieben, analysierte die Bank in Frankfurt. Problematisch seien allerdings die strukturellen Probleme bei zahlreichen Handelspartnern, die die Nachfrage nach deutschen Produkten spürbar bremsen könnten. Der Aufwärtstrend bei den Importen belege, dass sich die Inlandsnachfrage belebe.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Bericht: VW kommt bei Billigautos für China und Indien voran
Wolfsburg (dpa) - Trotz der geplatzten Gespräche mit dem indischen Autobauer Tata kommt Volkswagen beim geplanten Einstieg ins Billigsegment voran. Zwei neue …
Bericht: VW kommt bei Billigautos für China und Indien voran
Dax und MDax erreichen neue Rekordmarken
Frankfurt/Main (dpa) - Die Rekordjagd an der US-Börse hat dem Dax eine weitere Bestmarke beschert. Der deutsche Leitindex erreichte am Vormittag bei gut 13 094 Punkten …
Dax und MDax erreichen neue Rekordmarken
Verdi: Auch Lufthansa soll für Transfergesellschaft zahlen
Berlin (dpa) - Geld für die geplante Transfergesellschaft für Beschäftigte der Air Berlin muss aus Gewerkschaftsicht auch von den Käufern der insolventen …
Verdi: Auch Lufthansa soll für Transfergesellschaft zahlen
Allianz warnt vor zunehmenden Hackerangriffen auf Autos
Hackerangriffe auf Autos könnten verheerende Folgen haben - und eine ursprünglich harmlose Schnittstelle für das Auslesen von Abgaswerten bietet ein Einfallstor für …
Allianz warnt vor zunehmenden Hackerangriffen auf Autos

Kommentare