Export trägt kaum noch zum Wachstum bei

Quartals-Bilanz: - Wiesbaden -­ Der Außenhandel trägt derzeit kaum noch zum deutschen Wirtschaftswachstum bei. Im ersten Quartal verkaufte Exportweltmeister Deutschland Waren im Wert von 239 Milliarden Euro ins Ausland, das waren 11 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, meldete das Statistische Bundesamt.

Weil die Importe aber gleichzeitig stark stiegen, hat der Außenhandel unter dem Strich nach Einschätzung von Ökonomen das Wachstum gebremst. Die Binnennachfrage werde immer wichtiger für die Konjunktur, da sich die Auslandsnachfrage abschwäche.

"Im ersten Quartal haben die Exporte und insbesondere der schwache Konsum nach der Mehrwertsteuererhöhung die Wirtschaft ausgebremst", sagte Volkswirt Andreas Scheuerle von der Deka-Bank. "Dagegen haben die Investitionen und der Bau die Wirtschaft angeschoben." Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im ersten Quartal prognostizieren die Volkswirte auf rund 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Im März legten die Exporte nur noch um 9,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 83,9 Milliarden Euro zu.

Erstmals seit August 2006 gab es nur ein einstelliges Plus. Die Importe legten im März um 4,6 Prozent auf 65,5 Milliarden Euro zu. "Das ist ein Zeichen dafür, dass die Konjunktur in Deutschland gut läuft und viele Güter hier weiterverarbeitet oder konsumiert werden", sagte Ralph Solveen von der \-Commerzbank.

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