Export-WM 2006: Auch Deutsche Bank setzt auf Schwarz-Rot-Gold

- Wiesbaden - Der Exportmotor läuft wie geschmiert: Im November des abgelaufenen Jahres verkauften deutsche Unternehmen so viele Waren wie nie zuvor ins Ausland. Nach Ansicht von Bankenexperten hat Deutschland deswegen auch 2006 gute Chancen auf den Titel des Exportweltmeisters.

Im November des abgelaufenen Jahres knackten die deutschen Ausfuhren erstmals die Marke von 70 Milliarden Euro, wie das das Statistische Bundesamt am Montag gemeldet hatte. Mit einem Warenwert von 71,6 Milliarden Euro übertrafen die Exporte den Vorjahresmonat um 7,7 Prozent, die Importe lagen mit 58,3 Milliarden Euro um 6,6 Prozent höher.

"Deutschland befindet sich in einer guten Position, um 2006 den Titel eines Weltmeisters im Warenexport zu behalten", kommentierte Volkswirt Alexander Koch von der HypoVereinsbank die aktuellsten Zahlen. "Die Risiken, dass dies nicht gelingt, sind so minimal, dass man sie vernachlässigen kann", sagte der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Norbert Walter, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Er bekräftigte zugleich seine Prognose, dass 2006 für die deutsche Wirtschaft ein "Superjahr" werde.

Dynamik lässt leicht nach

Die Auslandsnachfrage wird nach Einschätzung von Ökonomen auch im laufenden Jahr eine wichtige Antriebskraft für die deutsche Wirtschaft bleiben. Die Exportfirmen profitierten vom Weltwirtschaftswachstum, dem günstigen Wechselkurs und den fallenden Lohnstückkosten, schreibt die Commerzbank. Allerdings hatte die Dynamik des Exports zum Jahresende 2005 hin etwas nachgelassen.

Insgesamt lieferte Deutschland in den ersten elf Monaten 2005 Waren im Wert von 719,7 Milliarden Euro aus - das waren 48 Milliarden Euro mehr als von Januar bis November 2004. Die Exportindustrie hat im Gesamtjahr 2005 den Rekordwert des Vorjahres von 731 Milliarden Euro voraussichtlich um acht bis neun Prozent übertroffen. Wichtigste Wachstumsregionen für die deutsche Exporteure waren auch im November die Länder außerhalb der Europäischen Union. Größter Handelspartner für Deutschland bleiben aber die EU-Länder.

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