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Klaus Zumwinkel mit geschlossenen Augen bei der Urteilsverkündung. Der ehemalige Postchef wurde vom Bochumer Landgericht zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt.

Ex-Postchef Klaus Zumwinkel zu Bewährungsstrafe verurteilt

Bochum - Das Bochumer Landgericht hat den früheren Postchef Klaus Zumwinkel am Montag wegen Steuerhinterziehung zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt.

Darüber hinaus muss er eine Geldbuße von einer Million Euro zahlen, größtenteils an die Staatskasse. Der 65-Jährige hatte im Prozess gestanden, Teile seines Privatvermögens in einer Liechtensteiner Stiftung vor den deutschen Finanzbehörden verborgen und so rund 970 000 Euro Steuern hinterzogen zu haben.

Laut Staatsanwaltschaft hat der ehemalige Spitzenmanager inzwischen 3,9 Millionen Euro an Steuern, Zinsen und Gebühren nachgezahlt. Damit dürfte Zumwinkel auch Steuern beglichen haben, deren Hinterziehung aufgrund von Verjährungsfristen in diesem Strafverfahren keine Rolle mehr spielen konnte.

Das Urteil entspricht der Forderung der Staatsanwaltschaft. Ankläger Gerrit Gabriel warf Zumwinkel vor, die Steuerhinterziehung sei keine spontane Tat, sondern sorgfältig geplant gewesen. Er rechnete dem ehemaligen Postchef jedoch an, dass er bei den Ermittlungen kooperiert und seine Steuern nachgezahlt habe. Zumwinkel kam damit knapp an einer Haftstrafe vorbei, die nicht mehr zur Bewährung ausgesetzt werden kann. Sein Verteidiger hatte für eine mildere Strafe plädiert.

dpa

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