+
Der frühere Vorstandsvorsitzende der Post, Klaus Zumwinkel (m.), auf der Anklagebank des Landgerichts in Bochum, links einer seiner beiden Anwälte, Hanns Feigen.

Zumwinkel gesteht Steuerhinterziehung - "Größter Fehler"

Bochum - Der frühere Postchef Klaus Zumwinkel hat in seinem Steuerstrafverfahren vor dem Bochumer Landgericht ein Geständnis abgelegt. Zumwinkel gab am Donnerstag zu, Teile seines Vermögens in einer Liechtensteiner Stiftung deponiert und dadurch knapp eine Million Euro Steuern hinterzogen zu haben.

"Der mit der Anklage gegen mich erhobene Vorwurf trifft zu. Es war der größte Fehler meines Lebens. Zu diesem Fehler stehe ich", sagte Zumwinkel.

Zuvor hatte der frühere langjährige Vorstandsvorsitzende der Deutschen Post dem Gericht seine derzeitige finanzielle Situation geschildert. Er halte Aktien und Beteiligungen im Wert von acht Millionen Euro und besitze eine Villa am Gardasee im Wert von fünf Millionen Euro. Für dieses Jahr erwarte er ein Nettoeinkommen von etwa 600 000 Euro, obwohl er alle Funktionen niedergelegt habe.

Die Staatsanwaltschaft war Zumwinkel auf die Spur gekommen, weil eine gestohlene Datensammlung der Liechtensteiner LTG-Bank dem Bundesnachrichtendienst angeboten worden war. Nach seinem Geständnis könnte das Gericht schon am kommenden Montag ein Urteil fällen

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Entscheidung über Diesel-Fahrverbote vertagt
Es bleibt spannend: Erst am nächsten Dienstag will das Bundesverwaltungsgericht verkünden, ob Diesel-Fahrverbote nach geltendem Recht zulässig sind.
Entscheidung über Diesel-Fahrverbote vertagt
„Traktor-Kartell“: Ermittlungen gegen Baywa und Agrar-Großhändler eingestellt
Die Ermittlungen wegen illegaler Preisabsprachen bei Landmaschinen gegen Baywa und Agrar-Großhändler wurde eingestellt. In einem anderen Kartellverfahren wird dagegen …
„Traktor-Kartell“: Ermittlungen gegen Baywa und Agrar-Großhändler eingestellt
Edeka nimmt 160 Nestlé-Produkte aus Sortiment - So reagiert der Konzern
Um bessere Einkaufskonditionen zu erzielen, bestellt Edeka über 160 beliebte Markenprodukte des Nestlé-Konzerns nicht mehr nach. Jetzt meldet sich der …
Edeka nimmt 160 Nestlé-Produkte aus Sortiment - So reagiert der Konzern
Kommt es nach dem 4. März zu Turbulenzen auf den Finanzmärkten?
In Italien wird gewählt und die SPD entscheidet im Mitgliedervotum über den Koalitionsvertrag. Die EU bereitet sich auf das Worst-case-Szenario vor.
Kommt es nach dem 4. März zu Turbulenzen auf den Finanzmärkten?

Kommentare