Ex-Südmilch-Chef Weber legt Geständnis ab

- Stuttgart - Der wegen Untreue angeklagte Ex-Südmilch-Chef Wolfgang Weber hat zum Prozessauftakt vor dem Stuttgarter Landgericht ein Geständnis abgelegt. Der 68-Jährige sagte vor der 6. Wirtschaftsstrafkammer: "Der Anklagevorwurf ist begründet." Er habe aber nicht die Absicht gehabt, das Vermögen der Sachsenmilch zu schädigen. Die Höhe der Untreue gegenüber der Sachsenmilch bezifferte der Staatsanwalt auf 38 Millionen Mark (19,4 Mio Euro).

<P>Das Gericht gab bekannt, der Vorwurf des Betrugs gegen Weber zum Nachteil der Deutschen Bank sei eingestellt worden. Dieser Schaden wurde von der Staatsanwaltschaft auf rund 42 Millionen Mark geschätzt. Der Vorsitzende Richter wies Medienberichte zurück, dass es im Vorfeld des Prozesses eine Absprache über das Strafmaß gegeben habe. Die Sachsenmilch AG, Tochter des Südmilch-Konzerns, war 1993 in Gesamtvollstreckung gegangen. Die Muttergesellschaft musste im selben Jahr Vergleich anmelden.</P><P>Weber, der mit internationalem Haftbefehl gesucht wurde, war seit 1993 in Paraguay untergetaucht. Am 16. September dieses Jahres hatte er sich überraschend in Stuttgart den Behörden gestellt. Seiner Rückkehr nach Stuttgart waren Gespräche zwischen Weber und der Staatsanwaltschaft vorausgegangen. Gegen eine Kaution in Höhe von 100 000 Euro befindet sich Weber auf freiem Fuß. Für den Prozess sind drei Verhandlungstage angesetzt. Zeugen sind nicht geladen.</P>

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