Ex-Tyco-Chef muss für Betrug 25 Jahre in Haft

- New York - Nach der Serie von Unternehmensskandalen in den USA ist ein weiteres drakonisches Urteil gefallen: Der ehemalige Chef des US-Mischkonzerns Tyco, Dennis Kozlowski, wurde zu 25 Jahren Haft verurteilt. Er war durch den Kauf golddurchwirkter Duschvorhänge und Gastgeber rauschender Partys auf Firmenkosten vor drei Jahren zum Inbegriff des habgierigen Firmenbosses geworden. Das gleiche Strafmaß verhängte der Richter gegen den ehemaligen Finanzchef des Mischkonzerns, Mark Swartz. Kozlowski (58) und Swartz (45) wurden in Handschellen aus dem Gerichtssaal geführt. Die beiden hatten vergeblich beantragt, bis zur Berufungsverhandlung auf freiem Fuß bleiben zu dürfen.

Sie können nach dem Richterspruch bei guter Führung frühestens nach achteindrittel Jahren vorzeitig entlassen werden. Wegen des Strafmaßes werden die beiden ihre Haft voraussichtlich in einem Hochsicherheitsgefängnis mit Mördern und Vergewaltigern absitzen. Der Richter verurteilte sie auch zu einer Entschädigungszahlung in Höhe von 134,3 Millionen Dollar (110 Mio. Euro). Kozlowski und Swartz hatten stets alle Schuld von sich gewiesen und kündigten Berufung an.

Kozlowski und Swartz hatten sich illegal Boni im Umfang von mehr als 150 Millionen Dollar genehmigt. Zusätzlich trieben sie den Aktienpreis mit geschönten Angaben über die Finanzlage des Unternehmens nach oben und prellten Aktionäre so um 400 Millionen Dollar.

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