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Preissteigerungen bei Energie und Nahrung heizen die Inflation im Euroraum aus Sicht der EZB an.

EZB sieht steigende Inflationsrisiken

Frankfurt/Main - Unsicherheiten beim Öl, Preisschub bei Nahrungsmitteln und saftige Lohnforderungen angesichts des Wirtschaftswachstums: Die Europäische Zentralbank sieht immer größere Inflationsgefahren.

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Steigende Preise für Energie und Nahrung heizen die Inflationsrisiken im Euroraum aus Sicht der Europäischen Zentralbank (EZB) weiter an. Zudem seien die Folgen vergangener Ölpreiserhöhungen noch gar nicht spürbar. Sie dürften sich in den kommenden Monaten in den Verbraucherpreisen niederschlagen, schreibt die Notenbank in ihrem am Donnerstag veröffentlichten Monatsbericht.

Der EZB-Rat werde “entschlossen und rechtzeitig“ handeln, um Aufwärtsrisiken für die Preisstabilität auf mittlere Sicht zu verhindern. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet hatte jüngst Zinserhöhungen schon im April in Aussicht gestellt.

Im Moment geht die Notenbank aber davon aus, dass die Rohölpreise trotz der politischen Spannungen in den arabischen Förderländern nicht weiter steigen. In diesem Fall werde sich die Teuerung bei Energie im weiteren Jahresverlauf verlangsamen. Hingegen dürfte sich der Preisauftrieb bei Nahrungsmitteln aus Sicht der Währungshüter in den nächsten Monaten beschleunigen. Wie stark höhere Nahrungsmittelpreise aber an die Verbraucher im Euroraum weitergegeben werden, sei nicht vorhersehbar. Das hänge vom Verhalten der Erzeuger und des Einzelhandels sowie von der Verbrauchernachfrage ab.

Der Inflationsdruck aus der Binnenwirtschaft sei nach wie vor moderat, könne sich im Jahresverlauf 2011 aber deutlich verstärken. “Es ist von entscheidender Bedeutung, dass der jüngste Anstieg der Teuerungsrate auf mittlere Sicht keinen breit angelegten Inflationsdruck zur Folge hat“, warnte die EZB. Trichet hatte die Tarifpartner ausdrücklich zur Lohnzurückhaltung aufgerufen und vor einer Lohn-Preis-Spirale gewarnt.

Anfang März hatte der EZB-Präsident überraschend und ungewöhnlich deutlich angedeutet, dass die Notenbank schon bei ihrer nächsten Sitzung im April an der Zinsschraube drehen könnte, wenn sie Gefahren für die Preisstabilität sieht. Zwar wird es laut Trichet voraussichtlich keine Serie von Zinsanhebungen geben. An den Märkten wird mittlerweile aber mehreren Zinsschritten in diesem Jahr gerechnet.

Vor allem wegen anziehender Rohstoffpreise lag die jährliche Inflationsrate des Eurogebiets im Februar bei 2,4 Prozent nach 2,3 Prozent im Vormonat. Die EZB sieht ihr oberstes Ziel der Preisstabilität bei einer Teuerungsrate von knapp unter zwei Prozent gewährleistet. Nach den jüngsten EZB-Prognosen werden die Preise im Euroraum 2011 um 2,3 Prozent steigen. Bei dieser Berechnung wurde der jüngste Ölpreisschub allerdings noch nicht berücksichtigt.

dpa

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