EZB: Weiter Risiken für Konjunktur im Euroraum

Frankfurt/Main - Die Risiken für die Konjunktur im Euroraum bleiben nach Einschätzung der Europäischen Zentralbank (EZB) groß.

Die schwelende Staatsschuldenkrise in Europa sowie Probleme der USA könnten „die Stimmung möglicherweise länger als derzeit angenommen eintrüben und die Erholung bei privaten Investitionen, Beschäftigung und Konsum weiter verzögern“, schreiben die Währungshüter in ihren am Donnerstag veröffentlichten Monatsbericht Dezember.

Die Währungshüter hatten den Euroraum für 2013 bereits auf ein weiteres Rezessionsjahr eingestimmt. Erst im Laufe des nächsten Jahres sei mit einer allmählichen Erholung zu rechnen, bekräftigte die EZB: „Weitere wirtschaftspolitische Maßnahmen sowie Fortschritte bei der Reform des europäischen Steuerungsrahmens sollten dazu beitragen, die Stimmung an den Finanzmärkten zu stützen, und dürften die Aussichten für das Wirtschaftswachstum verbessern.“

Als positives Zeichen führte die Notenbank an, dass einige Banken im Euroraum nicht mehr so stark auf Zentralbankgeld angewiesen seien. Die Auswirkungen der Staatsschuldenkrise auf die Refinanzierungsbedingungen der Banken hätten sich in den vergangenen Monaten abgeschwächt. Dennoch seien die Renditen von Bankschuldverschreibungen in einer Reihe von Ländern nach wie vor erhöht, auch die Kreditgewährung an die nichtfinanziellen privaten Sektoren bleibe verhalten.

Für eine weitere Verbesserung sei eine einheitliche Bankenaufsicht einer der wichtigsten Bausteine. Nach langem Ringen hatten sich die EU-Finanzminister am frühen Donnerstagmorgen auf eine Bankenaufsicht für den Euroraum mit einer starken EZB ab März 2014 geeinigt.

dpa

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