1860 trauert um „Atom-Otto“

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Faber-Castell im Aufwärtstrend

- Stein - Nach dem Wachstumsschub im Vorjahr rechnet der weltgrößte Bleistift-Hersteller Faber-Castell auch für das laufende Geschäftsjahr 2005/2006 mit einem Aufwärtstrend. Im Konzern sei eine Umsatzsteigerung von 4 bis 5 Prozent zu erwarten, prognostizierte der Vorstandsvorsitzende des Familienunternehmens, Anton Wolfgang Graf von Faber-Castell, am Mittwoch am Firmensitz Stein bei Nürnberg. Der Gewinn des Unternehmens mit weltweit 5500 Beschäftigten werde das Vorjahresniveau erreichen.

Im Geschäftsjahr 2004/2005 (31. März) hatte das 244 Jahre alte Traditionsunternehmen nach Angaben der Firmenleitung seinen konsolidierten Umsatz um 7,4 Prozent auf 287,1 Millionen Euro gesteigert. Bereinigt um Wechselkursschwankungen ergebe sich ein Netto-Umsatz von 296,1 Millionen Euro, was einer Steigerung im Vergleich zum Vorjahr von 11 Prozent bedeute. Der Gewinn vor Steuern habe mit 26,1 Millionen Euro um 9,4 Prozent über dem Vorjahresergebnis gelegen.

Graf von Faber-Castell, der das Unternehmen in der achten Generation leitet, hob vor allem das starke Umsatz-Wachstum von neun Prozent auf dem deutschen Markt hervor. "Das zeigt uns, dass man auch in einem Land mit schwachem Wachstum zulegen kann", sagte der Firmenchef. Mit einer Marken-Strategie, die darauf setze, "gewöhnliche Dinge, ungewöhnlich schön zu machen", habe das Unternehmen in einem sonst stagnierenden Markt offensichtlich Marktanteile hinzugewonnen. Im Inland beschäftigt das Unternehmen noch 665 Mitarbeiter.

Unterdessen zeichnet sich an der Unternehmensspitze ein Generationswechsel ab. Im nächsten Jahr gingen gleich drei Mitglieder der Geschäftsführung in den Ruhestand, kündigte der Vorstandschef an. Bereits zum Jahresende scheide Finanzvorstand Roland Müller aus, am Ende des Geschäftsjahres im März 2006 verließen die Geschäftsführungsmitglieder Bernhard Teubner und Antonio Perondi das Unternehmen. Der 64 Jahre alte Graf von Faber-Castell selbst will vorerst noch die Fäden in der Hand behalten, "um die Klammer für den Übergang zu bilden", wie er betonte.

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