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Die Billigmodekette Kik hofft mit ihrer Verdoppelung der Zahlung an den Opfer-Fonds von Bangladesch auf eine Signalwirkung.

Summe verdoppelt

Fabrikeinsturz: Kik zahlt mehr in Opfer-Fonds

Bönen - Die Billigmodekette Kik will ihren Beitrag zum Entschädigungsfonds für Opfer und Angehörige des Unglücks in der Rana-Plaza-Textilfabrik vom vergangenen Jahr verdoppeln.

Das Unternehmen habe der Internationalen Arbeitsorganisation ILO zugesagt, seine Einzahlung von 500.000 US-Dollar (366.000 Euro) auf eine Million Dollar zu erhöhen, teilte Kik am Mittwoch im nordrhein-westfälischen Bönen mit.

Die Modekette habe zum Zeitpunkt des Unglücks im April 2013 zwar keine direkten Geschäftsbeziehungen zu Lieferanten aus dem Rana-Plaza-Gebäude unterhalten. Es sei aber ein "wichtiges Anliegen", die Produktionsbedingungen in Bangladesch nachhaltig und langfristig zu verbessern. "Wir hoffen, dass unsere Einlage weitere Unternehmen dazu bewegt, ebenfalls eine Hilfszahlung zu tätigen", erklärte Kik-Chef Heinz Speet.

Tödlicher Hochhauseinsturz in Bangladesch

Tödlicher Hochhauseinsturz in Bangladesch

Am 24. April 2013 war die Rana-Plaza-Fabrik am Rande der Hauptstadt Dhaka eingestürzt, 1138 Textilarbeiter kamen in den Trümmern ums Leben, mehr als 2000 weitere Menschen wurden verletzt. Zahlreiche westliche Firmen hatten in den fünf Fabriken in dem Gebäude Kleider nähen lassen. In Bangladesch werden Textilarbeitern nur geringe Löhne gezahlt. Ermittlungen zufolge stürzte das Gebäude unter dem Gewicht der ungenehmigten Stockwerke und schwerer Maschinen ein.

Insgesamt 3000 Textilarbeiter und Angehörige sollen nun eine Entschädigung erhalten. Das Geld kommt aus einem von der ILO verwalteten Fonds, in den westliche Firmen einzahlen. Lange hatte ein Großteil des Geldes aber noch gefehlt.

AFP

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