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Sheryl Sandberg arbeitete vor Facebook schon bei Google, der Weltbank und der Unternehmensberatung McKinsey.

Facebook: Diese Frau ist jetzt die Nummer 2

New York - Der rein männliche Facebook-Verwaltungsrat bekommt weibliche Verstärkung: Sheryl Sandberg zieht in das höchste Firmengremium ein. Ohne sie wäre Facebook wohl niemals so groß geworden.

Die Nummer zwei bei Facebook, Sheryl Sandberg, baut ihre Macht im Sozialen Netzwerk aus. Die fürs Tagesgeschäft zuständige Managerin und rechte Hand von Firmenchef Mark Zuckerberg ist nun auch in den wichtigen Verwaltungsrat eingezogen. Dies ist das höchste Firmengremium - und das war bislang rein männlich besetzt.

„Sheryl hat mir als ein Partnerin bei der Führung von Facebook zur Seite gestanden“, begründete Zuckerberg am Montag die Berufung. „Sie ist zentral für unser Wachstum und unseren Erfolg über die Jahre hinweg gewesen.“ Ihre Erfahrung habe sie zu einer natürlichen Kandidatin für den Verwaltungsrat gemacht.

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Sandberg ist die erste Frau in dem nun auf acht Köpfe anwachsenden Gremium. Die meisten anderen Mitglieder sind Investoren, die mit ihren Millionen den steilen Aufstieg von Facebook zum weltgrößten sozialen Online-Netzwerk ermöglicht haben. Vorsitzender des Verwaltungsrats ist Gründer und Firmenchef Zuckerberg.

Facebook musste sich angesichts des bislang rein männlich besetzten Spitzengremiums immer wieder Kritik anhören - zumal mit Sandberg eine der bekanntesten Managerinnen überhaupt bei dem Unternehmen arbeitet. Sie sitzt bereits in mehreren anderen Verwaltungsräten, unter anderem beim weltgrößten Medienkonzern Walt Disney.

Die frühere Google-Managerin war 2008 zu Facebook gekommen und hat Zuckerberg seitdem in geschäftlichen Dingen den Rücken freigehalten, so dass er sich ganz auf die Weiterentwicklung des Netzwerks konzentrieren konnte. Sandberg sorgt in ihrer Rolle dafür, dass das Geld hereinkommt, kümmert sich um die Außendarstellung, um die Personalführung und vieles andere.

Auch beim Börsengang fiel Sandberg als Architektin des geschäftlichen Erfolgs eine wichtige Rolle zu: Sie versuchte zusammen mit Zuckerberg, Investoren zum Kauf von Aktien zu bewegen. Es glückte nur bedingt: Der Kurs brach in den Tagen nach dem Börsengang ein und liegt immer noch 16 Prozent im Minus.

Sandberg hat allerdings ihre Schäfchen im Trockenen: Sie besitzt rund 41,2 Millionen Facebook-Aktien beziehungsweise Optionen. Wert nach aktuellem Kurs: 1,3 Milliarden Dollar. Kein Wunder, dass sie selbst sagt, sie arbeite „leidenschaftlich gerne“ an der Facebook-Mission, die Welt zu vernetzen.

dpa

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