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Facebook.

US-Steuerbehörde ermittelt

Facebook droht Steuer-Ärger

Menlo Park - Wegen seiner umstrittenen Steuerpraktiken droht Facebook in den USA womöglich eine milliardenschwere Steuernachzahlung. Der Internet-Riese will nun gerichtlich gegen die Vorwürfe vorgehen.

Nach einer Kontenprüfung sei die Steuerbehörde IRS zu der Einschätzung gekommen, dass das soziale Netzwerk sein Vermögen im Jahr 2010 zu niedrig angegeben habe, als es Geschäftsteile nach Irland verlagert habe, schrieb das Unternehmen in einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC.

Sollte diese Entscheidung auf die Folgejahre übertragen werden, könnte Facebook eine Steuernachforderung zwischen drei und fünf Milliarden Dollar (bis zu 4,5 Milliarden Euro) drohen. Das Unternehmen erklärte allerdings zugleich, die Einschätzung der Steuerbehörde nicht zu teilen, und kündigte an, dagegen gerichtlich vorzugehen. Die IRS nahm demnach die Bücher von Facebook aus den Jahren 2008 bis 2013 unter die Lupe.

Anfang Juli war bekannt geworden, dass die Steuerbehörde IRS eine Klage vor einem Gericht in San Francisco gegen Facebook eingereicht hatte. Darin ging es um die Herausgabe von Dokumenten zu den Rechten und Vermögenswerten, die an die irische Filiale des Internetriesen transferiert wurden.

Facebook und auch anderen US-Internetriesen wie Amazon, Apple und Google wird regelmäßig in den USA wie Europa vorgeworfen, ihre Steuerzahlungen mit Hilfe von Niederlassungen in Niedrigsteuerländern drastisch zu senken. Irland wird häufig als Sitz für das Europageschäft gewählt, weil der Steuersatz auf Gewinne der europaweit niedrigste ist.

dpa

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