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Datenschutz-Klage gegen Facebook: Jetzt könnte es für Zuckerberg eng werden 

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Facebook-Gründer Mark Zuckerberg im Oktober 2019 in einem Untersuchungsausschuss in Washington D.C.
Facebook-Gründer Mark Zuckerberg (Archivbild) ist zur Anhörung geladen. © Mandel Ngan/AFP

Nun ist auch Facebook-Chef Mark Zuckerberg persönlich im Visier der Staatsanwaltschaft. Es geht um das umstrittene Datenanalyse-Unternehmen Cambridge Analytica.

Washington - Nun wird Mark Zuckerberg persönlich ins Visier genommen: In den Nachwehen des Datenschutz-Skandals um Cambridge Analytica hat der Washingtoner Generalstaatsanwalt Karl Racine den Facebook-Gründer zu seiner Klage gegen das soziale Netzwerk hinzugefügt. Sie läuft bereits seit 2018.

Die fortlaufenden Ermittlungen hätten gezeigt, dass der Gründer an Entscheidungen rund um Cambridge Analytica beteiligt gewesen sei, erklärte er zur Begründung. Racine wirft Facebook unter anderem vor, Nutzer falsch über die Weitergabe ihrer Daten informiert zu haben. Ein Facebook-Sprecher wies die Vorwürfe zurück. Sie seien sowohl gegen das Unternehmen als auch gegen Zuckerberg unbegründet, sagte er dem Wall Street Journal am Mittwoch.

Facebook unter Druck: Ex-Managerin wird zur Whistleblowerin

Im Fall Cambridge Analytica hatte eine Analysefirma Zugriff auf einige Daten von Millionen Facebook-Nutzern gekommen, ohne dass es denen bewusst war. Die Firma hatte eine Umfrage veröffentlicht, an der einige Facebook-Nutzer teilnahmen. Doch dank der damaligen Privatsphäre-Einstellungen bekam sie auch Zugang zu einigen Informationen ihrer Facebook-Freunde. Als das bekannt wurde, geriet Facebook unter massive Kritik und gelobte Besserung beim Datenschutz.

Jetzt steht das Unternehmen erneut schwer unter Druck. Zuletzt sorgten Aussagen einer früheren Mitarbeiterin für Aufsehen, die Facebook vorwirft, sich mehr für Profite als für das Wohlergehen seiner Nutzer zu interessieren. Die einstige Facebook-Managerin Frances Haugen, die nun als Whistleblowerin auftritt, trat vor wenigen Wochen auch im US-Senat auf.

Video: Gerücht - Facebook bekommt einen neuen Namen

Fall Cambridge Analytica: Zuckerberg zur Anhörung geladen

Der Vorsitzende des Senats-Unterausschusses für Verbraucherschutz, Richard Blumenthal, lud am Mittwoch erneut auch Zuckerberg für eine Anhörung. Einer der Vorwürfe Haugens ist, dass Facebook aus Befragungen von dem negativen Einfluss der Fotoplattform Instagram auf das geistige Wohlbefinden einiger Teenager gewusst, aber zu wenig deswegen unternommen habe. Facebook weist dies zurück.

Unterdessen wurde bekannt, dass Haugen in ihrer Auseinandersetzung mit Facebook von einem anderen Tech-Milliardär unterstützt wird, der inzwischen zu einem Kritiker der Branche geworden ist. Unter anderem wickele eine der Organisationen des Ebay-Gründers Pierre Omidyar, die Öffentlichkeitsarbeit von Haugen in Europa ab, schrieb die Website Politico am Mittwoch. (dpa/frs)

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