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In naturwissenschaftlichen und technischen Fachrichtungen sollen Studenten aus dem Auslands angeworben werden.

Zeitungsbericht

Fachkräftemangel: Studenten aus dem Ausland?

Berlin - Angesichts des Fachkräftemangels in technischen und naturwissenschaftlichen Berufen wollen Hochschulen und Arbeitgeber offenbar systematisch Studenten aus dem Ausland anwerben.

Derzeit fehlten mehr als 50.000 Fachkräfte in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" (Dienstagausgabe) unter Berufung auf das Nationale MINT-Forum von Wirtschaft und Wissenschaft zu diesen Fächern. Demnach will das Forum bei einem Kongress am Donnerstag in Berlin Bund und Länder auffordern, die Werbung um Studenten aus dem Ausland zu unterstützen.

Das Forum empfehle eine "schlagkräftige Kampagne" unter der Ägide des Bundes, die das Studium in technischen und naturwissenschaftlichen Fächern anpreise und bisherige Initiativen bündele, etwa durch ein zentrales Online-Portal, berichtete die Zeitung. Dazu solle es ein neues Stipendium geben, das analog zum Bafög bedürftigen MINT-Studenten aus dem Ausland hilft. Denkbar sei ein Fonds, in den staatliche und private Mittel fließen könnten.

Daneben müssten die Hochschulen die Betreuung der neuen Zielgruppe verbessern, hieß es in dem Bericht weiter. Der Kongress wolle fordern, Zentren für internationales Publikum auf jedem Campus einzurichten, und so "eine Willkommenskultur" fördern. Experten verweisen den Angaben zufolge auf eine Studie, nach der nur ein Viertel der ausländischen Studenten nach dem Abschluss in Deutschland bleibt.

"Der Wohlstand des ganzen Landes steht auf dem Spiel", sagte Ellen Walther-Klaus, Koordinatorin des MINT-Forums, der "SZ". Im MINT-Forum sind unter anderem die Hochschulrektorenkonferenz, Arbeitgeberverbände und Industrie- und Handelskammern zusammengeschlossen; es wird von Bund und Ländern unterstützt.

AFP

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