Wagner-Deal offenbar fix: FC Bayern holt Stürmer aus Hoffenheim

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Ist der Fahrgast krank, schmerzt es den Taxler

- München - Die Medizin ist voll rätselhafter Querverbindungen. Friert man an den Füßen, hat man auch eine kalte Nase. Und muss ein Patient wegen akuter Krankheit zum Arzt, schmerzt es künftig auch seinen Taxifahrer. Die Kassen wollen an Krankenfahrten zu ambulanten Behandlungen per Taxi sparen.

<P>600 Millionen Euro überweisen die Krankenkassen pro Jahr an die Taxler in Deutschland. Bescheinigte der Arzt die medizinische Notwendigkeit des Transports, durfte der Patient abgesehen von Eigenbeteiligungen auf Kosten der Krankenkasse mit dem Taxi in die Praxis und wieder nach Hause fahren. Dabei drückten die Beteiligten gerne mal ein Hühnerauge zu und so verlängerte sich die Krankenfahrt mitunter um eine Einkaufstour. Angesichts allgemeiner Sparzwänge finanzieren die Kassen im Zuge der Gesundheitsreform jetzt grundsätzlich keine Fahrten mehr. Ausnahme-Patienten benötigen eine zusätzliche Genehmigung ihrer Kasse für den Taxi-Trip. Ohne den Schein muss der Patient die Fahrtkosten selbst zahlen. Er kann sie sich von seiner Krankenkasse erstatten lassen, wenn diese die Fahrt als berechtigt ansieht.</P><P>Das ist nach dem Gesetzestext der Fall bei Transporten zur Dialyse, Chemo- oder Strahlentherapie. Ob dagegen Schlaganfall- und Parkinson-Patienten oder auch Querschnittsgelähmte auf Kassenkosten Taxifahren dürfen, ist offen, kritisiert der Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen. Er beklagt ein "heilloses Durcheinander". Die Entscheidungen unterschieden sich je nach Krankenkasse und Sachbearbeiter. Im Zweifelsfall riefen Ärzte teure Rettungswägen, bevor sie ein möglicherweise nicht von der Kasse bezahltes Taxi anheuerten.</P><P>Der Taxiverband Deutschland (TVD) befürchtet durch die strengere Handhabung der Krankenfahrten "dramatische Umsatzeinbrüche". In ländlichen Gebieten betrage der Anteil der Krankenfahrten bis zu 80 Prozent des Umsatzes von Taxiunternehmen. Axel Fischer, Taxi-Unternehmer in Garmisch-Partenkirchen, bestätigt, dass "seltener mit dem Taxi zum Arzt gefahren wird". Wie stark die Auswirkungen seien, ließe sich noch nicht abschätzen.</P><P>Die vom TVD prognostizierten Umsatzeinbrüche erwartet Hans Meißner, Präsident des Deutschen Taxi- und Mietwagenverbands, aber nicht. "Bis die Krankenkassen die neuen Vorgaben umsetzen können, wird allerlei Unheil passieren. Ich gehe aber nicht davon aus, dass es in der Vergangenheit so viele unberechtigte Krankenfahrten gab, dass es jetzt zu Einbrüchen kommt."<BR><BR></P>

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