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Der Fahrgastverband Pro Bahn kritisiert die Deutsche Bahn und spricht von einer "hausgemachten Klimakatastophe".

Fahrgastverband: "Hausgemachte Klimakatastophe"

Frankfurt/Main - Für die Probleme mit ausgefallenen Klimaanlagen in ICE macht der Fahrgastverband Pro Bahn eine Sparpolitik der Deutsche Bahn und des Herstellerkonsortiums verantwortlich.

Die Hitze-Probleme in Zügen der Deutschen Bahn gehen über die drei Fälle vom Samstag hinaus. Nach Informationen der “Neuen Osnabrücker Zeitung“ soll am Sonntag auch in einem Intercity von Hamburg in Richtung Ruhrgebiet die Klimaanlage ausgefallen sein.

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Klimaanlage defekt: Schüler kollabieren im ICE

Ein Korrespondent der dpa berichtete zudem von einem weiteren IC von Passau nach Hamburg, in dem am Sonntag in mehreren Wagen die Klimaanlage versagt hatte. Die Deutsche Bahn hatte von insgesamt drei ICE von Berlin Richtung Köln gesprochen, die am Wochenende wegen Überhitzung aufgrund defekter Klimaanlagen gestoppt werden mussten. In einem ICE soll es Augenzeugen zufolge zwischen 40 und 50 Grad heiß gewesen sein. Etliche Schüler brachen zusammen und lagen dehydriert in den Gängen. Zahlreiche Fahrgäste zeigten am Wochenende Unverständnis: “In welchem Wartungszustand sind eigentlich die Wagen der DB?“, sagte ein Reisender am Sonntag und berichtete, dass auch am Donnerstag im ICE 502 zwischen Karlsruhe und Köln in einigen Wagen die Klimaanlage ausgefallen war.

Der Fahrgastverband Pro Bahn hält die gehäuften Defekte von Klimaanlagen in ICEs für ein hausgemachtes Problem. “Es waren alles Züge des Typs ICE II. Das sind Züge, die jetzt 15 Jahre alt sind“, sagte Karl-Peter Naumann, Bundesvorsitzender des Verbandes, am Montag. Eine Generalüberholung der Züge sei dringend nötig. “Die kommen jetzt auch in die Revision, vielleicht hätten sie doch etwas früher reingemusst.“

Umgang mit Problemen mangelhaft

Fatal sei nach wie vor der Umgang der Bahn mit Problemen. “Was die Bahn noch immer nicht gelernt hat, ist, mit Krisen umzugehen“, kritisierte Naumann. “Wenn es kritisch wird, muss man einen Zug auch mal anhalten und nicht nur, wenn er nicht weiterfahren kann, sondern auch, wenn im Inneren Dinge des Komforts nicht mehr stimmen.“ In den konkreten Fällen vom Wochenende hätte man die Reisenden aussteigen lassen müssen. “Das geht nicht anders.“ Erste Reaktionen der Bahn gebe es bereits. Es sei etwa dafür gesorgt worden, dass mehr Getränke an Bord sind, die verteilt werden können. “Das ist schon mal ein richtiger Schritt.“

dpa

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