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Ein Mitarbeiter der Deutschen Bahn. 

Komfort Check-In

„Fahrscheine, bitte“: Drastische Änderung bei der Deutschen Bahn

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Die Deutsche Bahn testet seit mehreren Monaten eine neue Funktion. Dabei soll die klassische Fahrscheinkontrolle einer Neuerung unterzogen werden. 

Berlin - Wer kennt es nicht? Im Zug auf dem Weg von A nach B betritt plötzlich ein Kontrolleur der Deutschen Bahn das Abteil und fordert die Fahrgäste höflich auf, doch bitte ihre Fahrscheine vorzuzeigen. Das Gekrame beginnt, nach und nach holen die Personen ihre zerknitterten Tickets hervor, der Kontrolleur ist aber ohnehin schon in einem Gespräch über Verspätungen und Verbindungen der Bahn vertieft. Bis das eigene Ticket dann endlich kontrolliert wird, vergehen gerne einmal Minuten. Doch damit soll nun Schluss sein.

Seit dem Sommer des vergangenen Jahres testet die Deutsche Bahn in mehreren ICEs den sogenannten Komfort Check-in. Mit Hilfe dieses neuen Modells entfällt die händische Kontrolle der Fahrscheine. Fahrgäste sollen dabei ihre Tickets selbst entwerten und damit die Kontrolleure überflüssig machen. Ab Mai soll das Modell ausgeweitet werden und innerhalb weniger Wochen im gesamten Bundesgebiet zur Verfügung stehen. 

Kontrolle der Tickets entfällt

Die Funktion ist eigentlich recht simpel: Die Tickets sollen künftig über die Smartphone-App „Navigator“ erworben werden, dabei muss außerdem eine Sitzplatzreservierung hinzugebucht werden, sonst ist der so genannte Komfort Check-in nicht möglich. Der Fahrgast betritt dann den Zug, setzt sich auf seinen Platz und entwertet sein Ticket damit selbst. Dem Personal der Bahn werden die Informationen dann direkt auf ihren Kontrollgeräten angezeigt. Eine persönliche Kontrolle des Tickets entfällt somit. 

Erste Strecken, auf denen die Funktion eingeführt werden soll, sind die Verbindungen Hamburg-Kassel-Stuttgart, Berlin-Erfurt-Frankfurt sowie Wiesbaden-Erfurt-Dresden. Weitere Strecken sollen dann Schrittweise folgen. Die Tests fanden zuvor auf den Strecken Berlin-Hamburg und Stuttgart-Dortmund statt. Gegenüber der Welt am Sonntag resümierte ein Bahnsprecher: „Die Resonanz von Kunden wie Bahnmitarbeitern war positiv.“ Künftig sollen mit dem Modell nicht nur Kunden entlastet werden, sondern auch das Personal der Bahn, das damit mehr Zeit bekommt, um während der Fahrt intensiver auf die Fahrgäste und ihre Wünsche eingehen zu können. 

fmü

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