Fairchild Dornier hat Insolvenz beantragt

- München - Wochenlang wurde gemauert. Nach einer Bestätigung durch das Amtsgericht Weilheim war der letzte Schritt nur eine Formsache: Fairchid Dornier Aeroindustries bestätigte nun, ein Insolvenzverfahren beantragt zu haben. Der Antrag sei notwendig gewesen, teilt das Unternehmen mit, da die weitere Finanzierung durch die Gesellschafter "nicht mehr gewährleistet war". Sprich: Die chinesische D'Long-Gruppe, über deren Finanzkraft bereits in jüngster Zeit wiederholt Spekulationen kursierten, hat den Geldhahn zugedreht. Damit ist die Weiterentwicklung des ehrgeizigen Flugzeugprojekts Do 728 erneut mehr als in Frage gestellt. Bereits bei der Fairchild-Dornier Insolvenz vor zwei Jahren erwies sich dieser Teil des Unternehmens als der größte Problemfall. Erst in letzter Sekunde konnte D'Long als Investor präsentiert werden.

<P>Zwar ist in die Entwicklung des Flugzeugs bereits über eine Milliarde Euro geflossen - teilweise von Zulieferfirmen, die die Gelder nach der Pleite abschreiben mussten. Doch die Weiterentwicklung hätte eine weitere Milliarde Euro verschlungen. Darüber hinaus waren die ersten Bestellungen für die 728 mit der Insolvenz hinfällig. Neue Käufer wurden offenbar bislang nicht gefunden. Somit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die erste deutsche Entwicklung für ein voll Linienflug-taugliches Flugzeug nach dem zweiten Weltkrieg nicht mehr zu Ende geführt wird.</P><P>Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Rechtsanwalt Martin Prager bestellt.</P>

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