Fall Welteke mit Bußgeld beendet?

- Frankfurt - Der wegen einer umstrittenen Einladung ins Berliner Luxus-Hotel Adlon zurückgetretene Ex-Bundesbankpräsident Ernst Welteke muss womöglich nicht vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft verhandelt mit Weltekes Anwälten über eine einvernehmliche Lösung zur Zahlung eines Bußgelds, wie der Leiter der Ermittlungsbehörde, Hubert Harth, sagte.

<P>Danach würde das Verfahren eingestellt, es käme zu keinem Gerichtsverfahren wegen des Verdachts auf Vorteilsnahme, und Welteke wäre nicht vorbestraft, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt. Mit seinem Rücktritt habe Welteke bereits einen Nachteil erlitten. Zur Höhe des Bußgeldes wollte sich Harth nicht äußern.</P><P>"Bild" hatte berichtet, das Verfahren gegen Welteke werde möglicherweise bald eingestellt. Die Ermittler seien bereit, von einer Klage abzusehen, wenn Welteke eine "Auflage" von 50 000 Euro bezahle. Über die Summe werde noch verhandelt.</P><P>Laut "Focus" klassifiziert der Heidelberger Kriminologe Dieter Dölling die Affäre als "keinen glatten Fall". Welteke habe die Party zur Euro-Einführung offenbar als Amtsgeschäft zu üblichen Konditionen verstanden. Verteidiger Rainer Hamm falle es "selbst theoretisch schwer", eine Beziehung zu konstruieren, die der Dresdner Bank einen Vorteil verschafft hätte.</P>

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