Fallende Ölpreise: Preisdruck in Europa schwächt sich weiter ab

- Luxemburg/Brüssel - Der Preisdruck in der Euro-Zone schwächt sich wegen fallender Energiepreise weiter ab: Die Jahresinflationsrate betrug im Oktober 1,6 Prozent nach 1,7 Prozent im Vormonat, teilte die europäische Statistikbehörde Eurostat in Luxemburg mit.

Im August hatte sie noch bei 2,3 Prozent gelegen. In der gesamten EU ging die Rate im Oktober auf 1,8 nach zuvor 1,9 Prozent zurück. Nur bei Raten von unter oder nahe bei 2 Prozent ist nach den Regeln der Europäischen Zentralbank (EZB) Preisstabilität im gemeinsamen Währungsgebiet gewährleistet. Die vergleichsweise niedrigen Raten bringen die EZB zunehmend in die Bredouille, denn sie will - mit Hinweis auf Inflationsgefahren - die Zinsschraube weiter anziehen. Aus dem Kreis der EU-Finanzminister war zu Monatsbeginn darauf hingewiesen worden, die um Energie-Einflüsse bereinigte Inflation sei absolut unter Kontrolle. Der wichtigste Leitzins liegt derzeit bei 3,25 Prozent.

Die monatliche Inflationsrate betrug im Oktober sowohl im Euro-Gebiet als auch in der gesamten EU 0,1 Prozent. Vor einem Jahr hatte die Euro-Zone eine Jahresrate von 2,5 Prozent, die EU von 2,4 Prozent. Deutschland schnitt im Oktober nach Angaben der EU-Chefstatistiker mit einer Jahresrate von 1,1 Prozent sehr gut ab. Niedriger lagen nur Luxemburg mit 0,6 Prozent und Finnland mit 0,9 Prozent. Spitzenreiter in der EU ist Ungarn mit 6,3 Prozent.

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