Familie Lenz will die Mehrheit an Züblin

- Augsburg - Nach der Pleite des Walter-Bau-Konzerns will die Stuttgarter Familie Lenz die Mehrheit am Baukonzern Züblin übernehmen. Zur Zeit besitzt die insolvente Augsburger Walter Bau AG mit 53 Prozent noch die Mehrheit. Die Familie, die rund 43 Prozent an der Stuttgarter Ed. Züblin AG hält, teilte mit, sie führe "weit fortgeschrittene Gespräche" mit einem internationalen Finanzinvestor über die Neuordnung bei Züblin. Sie rechne damit, die Gespräche in Kürze erfolgreich abschließen zu können. Weitere Insolvenzen bei Töchtern der Walter Bau AG hält der vorläufige Augsburger Insolvenzverwalter für möglich.

<P>Walter Bau hatte im Januar erfolglos versucht, Züblin vollständig zu übernehmen. Die Fusion mit Züblin wurde laut Branchenkreisen von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) gestoppt. Konzerngründer Ignaz Walter sah das Scheitern des Zusammenschlusses als einen der Hauptgründe, dass der Konzern in eine Liquiditätskrise rutschte. Der Fehlschlag habe Walter Bau 87 Millionen Euro fest eingeplante Liquidität gekostet, so das "Handelsblatt".<BR><BR>Walter Bau hatte wegen akuter Zahlungsunfähigkeit Insolvenz beantragt. Insolvenzverwalter Werner Schneider teilte mit, es würden Gespräche mit potenziellen Übernehmern einzelner Walter-Teile geführt.<BR></P>

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