+
Zu den Gründen für eine Privatinsolvenz gehören Arbeitslosigkeit und gescheiterte Selbstständigkeit. Foto: Alexander Heinl

Fast 700 000 Privatpersonen stecken im Insolvenzverfahren

Hamburg (dpa) - Rund 693 000 Menschen in Deutschland warten darauf, nach ihrem Insolvenzverfahren in eine schuldenfreie Zukunft zu starten. Das teilte die Wirtschaftsauskunftei Bürgel in Hamburg mit.

Die Schuldner befinden sich in der so genannten Wohlverhaltensphase und müssen ihr Einkommen oberhalb der Pfändungsgrenze abgeben, in der Regel sechs Jahre lang. Dann werden die restlichen Schulden gestrichen. Die Zahlen wurden erstmals erhoben, so dass kein Vergleich zu Vorjahren möglich ist.

Die meisten der Pleitiers wohnen in Nordrhein-Westfalen, fast 172 000. Bezogen auf die Bevölkerung sind jedoch vor allem Bremer (141 von 10 000 Einwohnern), Niedersachsen (112) und Hamburger (111) betroffen. Den geringsten Anteil von Menschen in der Warteschleife haben Bayern und Baden-Württemberg mit jeweils 60 pro 10 000 Einwohner.

Zu den Gründen für eine Privatinsolvenz gehören Arbeitslosigkeit und reduzierte Arbeit, Einkommensarmut, gescheiterte Selbstständigkeit, ein zum Einkommen unpassendes Konsumverhalten, Veränderungen in der familiären Situation wie Scheidung oder Trennung und Krankheit. Der überwiegende Teil der Privatpersonen in einer Insolvenz hat vor allem bei Kreditinstituten, Versandhändlern, Versicherungen, Behörden, Vermietern, Energieversorgern und Telefongesellschaften Schulden.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Rom einigt sich auf Haushaltsentwurf - EU prüft im Detail
Italiens Regierung hat sich kurz vor Fristende auf einen Haushaltsentwurf. Die EU-Kommission muss diesen nun prüfen. Um milliardenschwere Wahlversprechen zu realisieren, …
Rom einigt sich auf Haushaltsentwurf - EU prüft im Detail
FDP fordert härteres Durchgreifen vom Bund im Abgasskandal
Die Bundesregierung sollte im Abgasskandal die Hersteller härter rannehmen, fordert nicht nur die Opposition. Dies könnte bei Opel geschehen, doch der Hersteller kündigt …
FDP fordert härteres Durchgreifen vom Bund im Abgasskandal
Microsoft-Mitgründer Paul Allen an Krebs gestorben
Jahrzehntelang kämpfte Paul Allen gegen Krebs, nun ist der Mitgründer des US-Softwarekonzerns Microsoft an der Krankheit gestorben. Seine Familie und Weggefährte Bill …
Microsoft-Mitgründer Paul Allen an Krebs gestorben
Microsoft-Mitgründer Paul Allen an Krebs gestorben
Paul Allen ist an einer Lymphdrüsenkrebs-Erkrankung gestorben. Allen gründete 1975 zusammen mit seinem Kindheits- und Jugendfreund Bill Gates Microsoft.
Microsoft-Mitgründer Paul Allen an Krebs gestorben

Kommentare