Fast jede dritte Firma will 2007 neue Jobs schaffen

- Düsseldorf - Fast jedes dritte deutsche Unternehmen will 2007 neue Jobs schaffen. Das geht aus einer vom Ifo Institut im Auftrag der "Wirtschaftswoche" durchgeführten Umfrage bei 690 Unternehmen aus Industrie, Handel, Bau und Dienstleistungen hervor. Danach planen 29 Prozent der befragten Unternehmen, neue Mitarbeiter einzustellen. Nur 10 Prozent wollen noch Stellen streichen.

Jedes zweite Unternehmen geht davon aus, dass die Konjunktur nach einer kurzen Delle Anfang 2007 wieder an Schwung gewinnt. Jedes vierte glaubt sogar, dass die Steuererhöhung keine signifikanten Auswirkungen auf die Konjunktur haben wird. Entsprechend groß ist die Bereitschaft, mehr zu investieren und neue Mitarbeiter einzustellen. Immerhin 39 Prozent der Betriebe wollen ihre Investitionen im nächsten Jahr aufstocken, heißt es in der Umfrage.

Besonders bei den Dienstleistern dürften in den nächsten Monaten zusätzliche Jobs entstehen. Rund 35 Prozent der Betriebe im Servicesektor planen der Umfrage zufolge, die Zahl der Beschäftigten auszuweiten. Am geringsten ist die Einstellungsbereitschaft im Handel. Dort wollen nur 16 Prozent der Unternehmen ihren Personalbestand aufstocken. Hier macht sich möglicherweise die Unsicherheit über die Auswirkungen der Mehrwertsteuererhöhung bemerkbar.

Viele Einzelhändler fürchten angesichts der noch immer labilen Konsumkonjunktur, ihren Kunden die höhere Mehrwertsteuer nicht in vollem Umfang in Rechnung stellen zu können. So gaben 39 Prozent der befragten Händler an, die Mehrwertsteuererhöhung teilweise selber zu tragen ­ so viele wie in keiner anderen Branche. Doch immerhin 49 Prozent der Einzelhändler rechnen mit einer vollständigen Überwälzung auf ihre Kundschaft. Branchenübergreifend wollen sogar 61 Prozent der Unternehmen ihren Kunden die höhere Steuer vollständig in Rechnung stellen.

Als größte Konjunkturrisiken bezeichneten die Unternehmen hohe Lohnabschlüsse (79 Prozent) und steigende Ölpreise (71 Prozent).

Selbst in der Bauindustrie ist der Stellenabbau vorerst zum Stillstand gekommen. Im Maschinen- und Anlagenbau, der sich in diesem Jahr über einen Produktionsrekord und randvolle Auftragsbücher freuen kann, stieg die Zahl der Arbeitsplätze von 857\x0f000 im Juni 2005 auf 883\x0f000 im September 2006.

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