Fastenkur beendet: Escada will wachsen

- München - Nach einem Jahr der Einschnitte schwenkt Escada wieder auf Wachstumskurs. "Wir sind optimistisch", sagte Wolfgang Ley, Vorstandschef des Damenmoden-Konzerns, bei der Bekanntgabe des Geschäftsverlaufs im ersten Quartal. Trotz des starken Euro und der anhaltenden Verunsicherung bei den Verbrauchern erwartet er für das Gesamtjahr (bis 31. Oktober) höhere Umsätze und eine "überproportionale Steigerung" des Ergebnisses nach Steuern. Aktionäre können damit nach zwei Dividendenausfällen wieder auf eine Ausschüttung hoffen.

<P>Firmengründer Ley setzt vor allem auf aufstrebende Märkte wie China und Osteuropa sowie einen Ausbau des Luxus-Labels Escada, um neue Kundinnen zu gewinnen. "Das Potenzial der Marke ist noch lange nicht ausgereizt", sagt der 67-Jährige. So wird die Kollektion um spezielle "Anlasskleidung" erweitert, die wohlhabende Frauen bei Empfängen, Hochzeiten oder Pferderennen elegant kleiden soll. Zudem wird eine schlichte, bordeauxfarbene "Business"-Linie in die Läden kommen, die auf berufstätige Frauen zugeschnitten ist.<BR><BR>Bereits in den Monaten November 2004 bis Januar 2005 konnte sich Escada bei Umsatz und Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessern. Die Erlöse kletterten um 8,1 Prozent auf 160,1 Millionen Euro, während das Ebitda um 46 Prozent auf 20,5 Millionen Euro zulegte. Dabei profitierte das Unternehmen vor allem von einer internen Schlankheitskur während des vergangenen Jahres. So wurde unter anderem die Zahl der Mitarbeiter um 850 auf rund 3900 reduziert. Gleichzeitig ließ Ley 38 zum Konzern gehörende Verkaufsgeschäfte schließen.<BR></P>

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