FDP lehnt Nachfolge-Angebot für Neun-Euro-Ticket weiterhin ab

Die FDP ist weiterhin gegen ein Nachfolge-Angebot für das Neun-Euro-Ticket.
Berlin in Deutschland - "Ein Billigticket auf Staatskosten, das nur mehr Verkehr verursacht als es ihn tatsächlich von der Straße auf die Schiene verlagert, dient weder dem Klima noch den jungen Generationen und zukünftigen Steuerzahlern", sagte der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Bundestag, Bernd Reuther, der Düsseldorfer "Rheinischen Post" vom Mittwoch.
"Für eine Weiterführung eines solchen stark bezuschussten Angebots und singuläre Subventionen des Bundes stehen angesichts der angespannten Haushaltslage keine Mittel zur Verfügung." Außerdem hätten Menschen "dort, wo kaum Bahnen und Busse fahren, nichts davon", sagte Reuther. Deswegen müsse der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur vorangetrieben werden.
"In ganz Deutschland gibt es über 120 Tarif- und Verkehrsverbünde, die alle ihre eigenen Strukturen unterhalten", sagte der FDP-Politiker weiter. "Diesen Flickenteppich gilt es stark zu vereinfachen und transparenter zu machen."
Der FDP-Vorsitzende und Bundesfinanzminister Christian Lindner lehnt die Finanzierung eines Nachfolgemodells für das Neun-Euro-Ticket durch den Bund ab. Dagegen drängen vor allem die Grünen auf eine Anschlussregelung für das Ende August auslaufende Ticket-Angebot. fs/